Stand: 14.03.2020 10:13 Uhr

Wird Ukrainer ausgeliefert? OLG prüft Akten

Die Front des Oberlandesgerichts Oldenburg, seitlich fotografiert. © NDR.de Foto: Dirk Harmssen
Wird die Auslieferung des Ukrainers Onischtschenko für zulässig erklärt? Das OLG prüft den Fall. (Archivbild)

Die Generalstaatsanwaltschaft fordert, den Ukrainer Alexander Onischtschenko an die Ukraine auszuliefern. Der 50-jährige Millionär sitzt seit mehr als drei Monaten in Auslieferungshaft. In der Ukraine wird ihm Korruption vorgeworfen, das Land hat einen Auslieferungsantrag gestellt. Beim Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg hat die Generalstaatsanwaltschaft beantragt, die Fortdauer der Haft zu beschließen und die Auslieferung für zulässig zu erklären. Das Oberlandesgericht prüft nach eigenen Angaben derzeit die Akten.

Anwalt: Auslieferung wäre lebensgefährlich

Der Anwalt des 50-Jährigen, Ingo Minoggio, hatte eindringlich vor einer Auslieferung gewarnt: Sein Mandant wäre in der Ukraine in Lebensgefahr, so Minoggio. Der Ex-Parlamentsabgeordnete, Reitsportler und Olympiateilnehmer Onischtschenko war im November 2019 in Achim (Landkeis Verden) aufgrund des Auslieferungsersuchens der Ukraine verhaftet worden. Der nächste Haftprüfungstermin ist am Montag.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.03.2020 | 09:00 Uhr

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