Stand: 07.10.2019 15:24 Uhr

Vor fünf Jahren: DHL testet Drohne als Zusteller

Ein DHL-Mitarbeiter positioniert den neuartigen DHL Paketkopter in Norden-Norddeich. © dpa-Bildfunk Foto: Ingo Wagner
Vor fünf Jahren testet DHL den Einsatz einer Drohne bei der Paketzustellung zwischen Norddeich und Juist. (Archivbild)

Vor fünf Jahren hat die Ostfriesische Insel Juist wochenlang einen Vorgeschmack bekommen, wie die Zukunft der Paketzustellung aussehen könnte. 2014 testete das Logistikunternehmen DHL die Zustellung von Paketen per Drohne. Das ferngesteuerte Flugobjekt brachte eilige Medikamente von Norddeich zu einer Apotheke auf der Insel.

Drohneneinsatz rettet Patienten

Es blieb jedoch nur eine Testphase von DHL. Der Paketbote wurde damit nicht abgeschafft. Dabei bot die Drohne Vorteile: Selbst wenn Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber Juist nicht ansteuern konnten, schaffte das die Drohne. Einmal habe der Einsatz der Drohne bei einem Notfall einen Patienten gerettet, erinnert sich der Besitzer der Juister Seehund-Apotheke, Erich Hrdina. Die dringend benötigten Medikamente seien damals am späten Samstagabend per Drohne auf die Insel gekommen. Andere Möglichkeiten hätte es laut Hrdina nicht gegeben.

Inselapotheker bedauert DHL-Entscheidung

Zum regulären Einsatz ist es nach der Testphase nie gekommen. Für DHL habe es sich um ein reines Forschungsprojekt gehandelt, so eine Unternehmenssprecherin. Auch in Bonn und im bayerischen Reit im Winkel hat DHL den Drohneneinsatz schon getestet. Doch im alltäglichen Lieferbetrieb werden Drohnen in Deutschland - sehr zum Bedauern des Inselapothekers - bisher nicht eingesetzt. Er erklärt sich das vor allem mit der Kostenfrage.

Anders als in China, wo DHL inzwischen eine innerstädtische Drohnenroute eröffnet hat, müssen Juist und der Rest Deutschlands auf die Paketzustellung der Zukunft weiter warten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.10.2019 | 16:00 Uhr

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