Stand: 19.08.2019 18:33 Uhr

Viehmarkt und Politprominenz auf dem Stoppelmarkt

Besucher schauen sich Ponys auf dem Stoppelmarkt in Vechta an. © NDR Foto: Andreas Barnickel
Der Viehmarkt lockt jedes Jahr zahlreiche Schaulustige an. (Archivbild)

Auf dem Stoppelmarkt in Vechta standen am Montag der Viehmarkt und ein politischer Empfang auf dem Programm. Der Viehmarkt ist traditionell der Höhepunkt der siebentägigen Veranstaltung. Dort wurden seit dem frühen Morgen Pferde, Esel und Kleintiere verkauft. Das Besondere: Geschäfte besiegelt man hier per Handschlag. Die vorherrschende Sprache ist Vechtaer Platt - auch wenn Händler von weither zum Viehmarkt kommen. Der amtierende Bundesratspräsident, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), sprach am Vormittag als Festredner vor mehr als 1.000 Zuhörern. Seine Begrüßung übernahm Amtskollege Stephan Weil (SPD) aus Niedersachsen.

Bunter Umzug versetzt Vechta in Volksfest-Stimmung

Die inoffizielle Eröffnung des Stoppelmarkts stieg bereits am 13. August - mit Fußballspielen, die ebenfalls eine lange Tradition haben. Da traten die Betriebskicker von Stadt und Landkreis Vechta, eine Auswahl der Stoppelmarktbeschicker und eine Mannschaft aus ehemaligen Profifußballern für einen guten Zweck gegeneinander an. Es folgte der Marktauftakt mit Pauken und Trompeten. Der große Festumzug mit Motivwagen, bunten Verkleidungen und viel Musik zog am Donnerstagnachmittag durch die Stadt zum Stoppelmarkt auf der Westerheide. Im Anschluss an den Umzug erfolgte die offizielle Eröffnung des Markts durch Bürgermeister Helmut Gels (CDU). Im vergangenen Jahr vermeldete die Stadt mit weit mehr als 800.000 Besuchern einen Rekord - dabei hat Vechta nur rund 32.000 Einwohner.

Höhenfeuerwerk zum Abschluss

Am Dienstag verabschiedet sich der Stoppelmarkt mit dem Familientag, an dem alles etwas günstiger ist. Ein Höhenfeuerwerk bildet den krönenden Abschluss.

Tradition seit dem 13. Jahrhundert

Der Stoppelmarkt hat eine jahrhundertealte Tradition: Nach Angaben der Stadt wurde er 1298 erstmals erwähnt. Er wurde damals innerhalb der Stadtmauern abgehalten. Im Jahr 1577 allerdings erreichte die Pest auch Vechta. Der Markt zog auf ein freies Feld außerhalb der Mauern um. Dadurch erhielt er auch seinen heutigen Namen: Auf dem Feld standen noch Stoppelreste. Heute gilt der Markt als eines ältesten Volksfeste Niedersachsens. In Vechta, so heißt es, werden drei große Feste begangen: Ostern, Weihnachten und Stoppelmarkt.

 


15.08.2019 18:11 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrags war von Fußballspielen am 14. August die Rede. Richtig ist: Bereits am 13. August wurde Fußball gespielt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.08.2019 | 06:30 Uhr

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