Stand: 26.03.2019 19:49 Uhr

Urteil: Kündigung von Psychiater gerechtfertigt

Das Arbeitsgericht Verden hat nach Information von NDR 1 Niedersachsen die Klage eines Psychiaters aus Rotenburg (Wümme) gegen seine fristlose Kündigung abgewiesen. Dem Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Diakonieklinikum Rotenburg war insbesondere vorgeworfen worden, dass er einen gewalttätigen 14-Jährigen aus Celle über Weihnachten 2017 zu seiner Familie entlassen hatte. Der 14-Jährige hatte zuvor seine beiden Stiefschwestern und eine Halbschwester vergewaltigt. Der Mediziner hatte den Jugendlichen nach Hause geschickt, obwohl das Jugendamt in Celle und auch das dortige Jugendgericht ein Kontaktverbot zur Familie erlassen hatten. Darüber setzte sich der Chefarzt hinweg - aus medizinischen Gründen, wie er vor Gericht betonte. Allein das Verhalten in diesem Fall rechtfertige die fristlose Kündigung, befand das Arbeitsgericht. Der Psychiater prüfe jetzt, ob er gegen das Urteil in Berufung gehe, sagte sein Anwalt dem NDR.

Polizei sucht Beweismittel

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Der Psychiater war 18 Jahre lang am Diakonieklinikum Rotenburg beschäftigt. (Themenbild)

Parallel zum Verfahren durchsuchten Polizeibeamte am Dienstag die Klinikräume des Psychiaters. Dies sei geschehen, um Beweismittel für ein Strafverfahren gegen den Psychiater sicherzustellen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden dem NDR. Gegen den Psychiater werde jetzt auch wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung und der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Ein Unfallbild auf einem kleinen Kamera-Bildschirm vor einem Bildmischer-Bildschirm. © NDR Foto: Eric Klitzke

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.03.2019 | 17:00 Uhr

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