Stand: 11.06.2020 12:52 Uhr

Trotz Corona-Krise: VW holt Beschäftigte nach Emden

Ein Mitarbeiter im Volkswagen-Werk Emden bei Montagearbeiten © dpa Foto: Ingo Wagner
In Emden wird der Passat gebaut. (Archiv)

Gute Nachrichten aus der Wirtschaft sind in Zeiten von Corona eher selten. Wenn sie dann noch aus der besonders gebeutelten Automobilwirtschaft kommen, überrascht das umso mehr. So hat Volkswagen in Emden jetzt angekündigt, 186 Arbeiter zurück ans Band zu holen - zumindest einen Teil der 500 befristet Beschäftigten, deren Verträge VW vor mehr als einem Jahr nicht verlängert hat. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. 140 kommen von Porsche aus Stuttgart und VW in Kassel zurück nach Ostfriesland. Die restlichen 46 werden nach sozialen Gesichtspunkten aus der Arbeitslosigkeit oder anderen Jobs zurück geholt, und zwar unbefristet, heißt es.

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500 Mitarbeiter fehlen wegen Corona-Risiko

Für Betriebsrat Manfred Wulf ist das ein großer Erfolg - insbesondere mit Blick auf die anstehende Produktion von E-Autos in Emden. Dafür stünden die Qualifizierungen an. VW braucht jetzt jede Kraft. Denn: 500 Mitarbeiter fallen zur Zeit noch aus, weil sie zur Corona-Risikogruppe gehören. Zehn Prozent sind noch in Kurzarbeit.

Passat wieder stärker nachgefragt

Die Produktion soll jetzt weiter hochgefahren werden. Nach den Sommerferien ist sogar von Mehrarbeit und Extra-Schichten die Rede. Der Grund: Der Passat sei trotz der Krise als Firmenwagen wieder stärker nachgefragt, sagte Betriebsrat Wullf.

Weniger Arbeitskräfte für E-Auto-Produktion

Ab 2022 sollen die ersten Elektroautos in Emden vom Band rollen. Dafür wird voraussichtlich ein Drittel weniger Arbeitskräfte benötigt. VW wird dann personell abspecken. Mit 59,5 Jahren geht es dann für viele Mitarbeiter in Altersteilzeit. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis aber 2029 ausgeschlossen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 11.06.2020 | 17:00 Uhr

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