Stand: 25.04.2019 14:34 Uhr

Tot nach Bauch-OP: Klage von Mutter abgewiesen

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Nach dem Tod einer 16-Jährigen ist die Klage der Mutter abgewiesen worden.

Im Prozess um den Tod einer 16-Jährigen nach einer Operation hat das Landgericht Verden die Klage der Mutter abgewiesen. Die Mutter hatte einem Chirurgen vom Diakonieklinikum Rotenburg vorgeworfen, ihre Tochter vor sieben Jahren falsch operiert zu haben, sodass die Tochter an inneren Blutungen starb. Die Verdener Richter hatten jedoch Zweifel an den Beweisen der Mutter für einen Behandlungsfehler bei der Bauchoperation ihrer Tochter und wiesen die Klage ab. Die Mutter hatte auf Schmerzensgeld für sich und stellvertretend für ihre verstorbene Tochter geklagt. Außerdem ging es um einen Verdienstausfall der Mutter in Höhe von 50.000 Euro.

Kein eindeutiger Fehler des Arztes

Sicher sei, sagte ein Gerichtssprecher, dass es bei den insgesamt vier Bauchoperationen der 16-Jährigen zwischen dem 30. Oktober und dem 1. November 2012 zu Komplikationen gekommen sei. Die Bauchschlagader sei verletzt worden und das Mädchen innerlich verblutet. Die Richter sahen darin aber keinen eindeutigen Fehler des Arztes, weil sie eine angeborene Bindegewebsschwäche des Mädchens nicht ausschließen konnten. Die Mutter kann gegen dieses Urteil in Berufung gehen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 25.04.2019 | 15:30 Uhr

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