Stand: 12.01.2018 21:35 Uhr

Tötung im Rockermilieu? 38-Jähriger vor Gericht

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Zwei schwer bewaffnete Polizisten sichern zum Prozessauftakt das Landgericht in Oldenburg.

Im Juli 2017 treffen sich in einem Geschäftshaus in Oldenburg drei Männer. Es gibt heftigen Streit. Ein 38-Jähriger zieht plötzlich eine Pistole und schießt drei Mal. Ein 65-Jähriger wird tödlich verletzt. Auch einen 60-jährigen Mann will der Schütze wohl töten, was aber offenbar daran scheitert, dass das Magazin seiner Schusswaffe leer ist. Deshalb soll er mit der Pistole auf den Mann eingeschlagen und diesen schwer verletzt haben. So soll es sich an diesem Sommertag laut Anklage zugetragen haben. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter noch an Ort und Stelle fest. Die genauen Hintergründe sind immer noch unklar. Die soll der Prozess erhellen, der am Freitag vor dem Landgericht Oldenburg unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begonnen hat. Am ersten Verhandlungstag äußerte sich der Angeklagte allerdings nicht zur Tat.

Ein Angeklagter wird in Oldenburg vor Gericht geführt. © NDR Fotograf: Olaf Kretschmer

Prozessauftakt im Fall tödlicher Schüsse

Niedersachsen 18.00 -

Nach tödlichen Schüssen in Oldenburg hat vor dem Landgericht der Prozess gegen einen 38-Jährigen begonnen. Er muss sich wegen Totschlag verantworten. Spuren führen ins Rockermilieu.

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Warnung der "Hells Angels"?

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01:28

Oldenburg: 65-Jähriger durch Schüsse getötet

28.07.2017 14:00 Uhr
NDR//Aktuell

Bei einer Schießerei in Oldenburg ist ein 65-jähriger Mann getötet worden, ein zweiter wurde schwer verletzt. Die Polizei konnte einen 38-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Video (01:28 min)

Die Spuren führen offenbar ins Rockermilieu. Bei den beiden Opfern handelt es sich um Familienangehörige eines ehemaligen Mitglieds der "Hells Angels", das kurz vor der Schießerei von seinem Club verstoßen wurde und verschwand. Bis heute gilt der Mann als vermisst. Die Angriffe auf dessen Umfeld sind nach dem Vorfall in Oldenburg, bei dem der Onkel des Ex-Rockers getötet und sein Vater schwer verletzt wurde, weitergegangen: Im November explodierte in Bremen eine Handgranate unter dem Auto des Vaters des verschwundenen Ex-Rockers. Die Polizei geht von einer Warnung im Rockermilieu aus und hat eine Sonderkommission eingerichtet, die weiter ermittelt.

Urteil wird im Frühjahr erwartet

Der 38-jährige mutmaßliche Schütze ist wegen Totschlags und nicht wegen Mordes angeklagt, weil Mordmerkmale wie Habgier oder Heimtücke fehlten, sagte ein Gerichtssprecher. Ein Urteil fällt voraussichtlich erst im Frühjahr.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 12.01.2018 | 09:30 Uhr

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