Bestatter bringen einen Leichnam zu ihrem Wagen nach einem Stromunfall mit tödlichem Ausgang. © picture alliance/dpa/Nord-West-Media/Christian Butt/Kai Moorschlatt Foto: Christian Butt/Kai Moorschlatt

Tödlicher Stromschlag im Ärztehaus: Fahrlässige Tötung?

Stand: 28.04.2021 15:23 Uhr

Im Fall des tödlichen Stromschlags in einem Ärztehaus im Bremer Stadtteil Horn-Lehe ermittelt die Polizei jetzt wegen fahrlässiger Tötung.

Der Verdacht, dass Fehler bei vorangegangenen Sanierungsarbeiten gemacht wurden, habe sich erhärtet. Laut Polizei hätten erste Ermittlungen ergeben, dass mehrere Türzargen der Praxis unter Strom standen. Drei Menschen hatten vor zwei Wochen in dem Ärztehaus schwere Stromschläge erlitten. Ein Arzt war getötet worden. Eine Frau wurde leicht und ein Feuerwehrmann lebensgefährlich verletzt.

Unsachgemäße Renovierung?

Der betroffene Gebäudeteil war zwei Monate zuvor renoviert worden - offenbar unsachgemäß. Die frischgestrichene Farbe isolierte die Rahmen zunächst. Durch die Bewegung der Türen löste sich die Farbschicht jedoch und der Isolationsschutz war nicht mehr vorhanden, so die Beamten. Jetzt werde geprüft, wer auf der Baustelle welche Arbeiten durchgeführt hat. Dem Verursacher droht ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung.

Weitere Informationen
Ein Notarztwagen © colourbox

Stromschlag an Tür tötet 53-jährigen Arzt in Bremen

Zwei weitere Personen wurden verletzt. Laut Polizei kommen möglicherweise Sanierungsarbeiten als Ursache in Frage. (16.04.2021) mehr

Jederzeit zum Nachhören
Blick auf den Lappan, das Wahrzeichen der Stadt Oldenburg. © NDR Foto: Julius Matuschik
7 Min

Nachrichten aus dem Studio Oldenburg

Was in Ihrer Region wichtig ist, hören Sie in dem Mitschnitt der 15.00 Uhr Regional-Nachrichten auf NDR 1 Niedersachsen. 7 Min

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 28.04.2021 | 13:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Impfstoff Pfizer Biontech © NDR/ARD Foto: Screenshot

Kühlung vergessen: Oldenburg vernichtet Biontech-Impfstoff

504 Dosen des Impfstoffs musste das Impfzentrum entsorgen. Ein Mitarbeiter hatte einen der Kartons vergessen. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen