Stand: 14.09.2020 19:41 Uhr

Tod durch Böller: Händler muss nicht ins Gefängnis

Ein Feuerzeug liegt neben einem Böller. © picture alliance/chromorange Foto: Christian Ohde
Der Angeklagte soll bundesweit illegale Feuerwerkskörper mit starker Explosionswirkung verkauft haben. (Themenbild)

Ein 32-Jähriger ist am Montag vom Landgericht Hanau (Hessen) zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Der Richter sagte zur Begründung, der Mann habe unerlaubt mit explosiven Stoffen hantiert. Die Anklage wegen der fahrlässigen Tötung eines 22 Jahre alten Mannes aus dem niedersächsischen Löningen (Landkreis Cloppenburg) ließ das Gericht fallen. Der 32-Jährige hatte bundesweit illegale Feuerwerkskörper mit starker Explosionswirkung, sogenannte Polenböller, über das Internet verkauft.

"Kugelbombe" mit 300 Gramm Sprengstoff

Die Polizei war im Mai 2018 durch Zufall auf das illegale Feuerwerksarsenal gestoßen, in dem sich rund 200 Kilogramm Böller befunden haben sollen. Einer dieser Böller war nach Ansicht der Staatsanwaltschaft dem Mann aus Löningen in der Neujahrsnacht 2018 zum Verhängnis geworden. Die "Kugelbombe", die aus 300 Gramm Sprengstoff bestanden haben soll, sei verfrüht explodiert. Der junge Mann erlitt schwere Gesichtsverletzungen und starb sechs Tage später im Krankenhaus.

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Fotomontage entzündeter Böller und Notarztwagen © picture-alliance Foto: Jochen Lübke/M. Stolt

22-Jähriger stirbt nach Böller-Unfall

Sechs Tage nach einem Unfall mit einem Böller ist ein 22-Jähriger aus dem Landkreis Cloppenburg seinen Verletzungen erlegen. Der Feuerwerkskörper war offenbar zu früh losgegangen. (07.01.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 14.09.2020 | 09:30 Uhr

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