Stand: 13.02.2018 19:30 Uhr

ThyssenKrupp: Althusmann "vorsichtig optimistisch"

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Wirtschaftsminister Althusmann (CDU) hat sich mit Vertrertern des Betriebsrates von ThyssenKrupp getroffen. (Archiv)

Ein recht zuversichtlicher Wirtschaftsminister hat sich in der Auseinandersetzung um die geplante Schließung des letzten ThyssenKrupp-Standortes in Emden zu Wort gemeldet. "Das Land Niedersachsen will an dem traditionsreichen Schiffbaustandort Emden mit Nachdruck festhalten", sagte Bernd Althusmann (CDU) am Dienstag zum Auftakt eines Treffens in Hannover mit dem Betriebsrat und Vertretern der IG Metall. Er sei vorsichtig optimistisch. ThyssenKrupp Marine Systems will die Konstruktionsabteilung schließen und 220 Jobs aus Emden nach Hamburg und Kiel verlagern.

"Kann sich sehen lassen"

Die Arbeitnehmervertreter haben vergangene Woche ein Alternativkonzept erarbeitet, das sie am Freitag in Emden der Geschäftsführung vorgestellt haben. "Das kann sich sehen lassen", sagte Althusmann bei der Übergabe des Konzeptes. Die Arbeitsnehmervertreter halten die Schließung für ein Verlustgeschäft und sehen noch viele ungenutzte Potenziale auf dem Gelände der ehemaligen Traditionswerft.

Betriebsrat hört die Signale

Die Betriebsratsvorsitzende Amke Wilts-Heuse wertete die Unterstützung der Landesregierung als "gutes Signal für die Belegschaft". Der Emder IG Metall-Geschäftsführer Michael Hehemann sagte: "Wir erhoffen uns positive Signale und dass der Thyssen-Vorstand seine Entscheidung revidiert - und wir glauben, wir haben dazu genug Argumente jetzt geliefert." Keines der von der Geschäftsleitung vorgelegten Argumente habe mit dem Standort Emden selbst zu tun.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 13.02.2018 | 17:00 Uhr

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