Öffnung nach Corona-Pause: Badegäste geniessen einen Frühsommertag im Hamburger Kaifu-Bad. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz

Teils chaotische Szenen vor Niedersachsens Freibädern

Stand: 18.06.2021 20:37 Uhr

Bei den sommerlichen Temperaturen zieht es viele Niedersachsen in die Freibäder. Doch die Gästezahl ist wegen der Corona-Maßnahmen begrenzt. In Peine musste die Polizei einschreiten.

Wegen des Besucheransturms mussten die Beamten am Freitagmachmittag das Freibad P3 räumen. Mehr als 100 Badegäste wollten noch auf das Gelände, obwohl es wegen der Corona-Regeln mit 400 Besuchern bereits ausgelastet war. Eine Gruppe Heranwachsender habe sich aggressiv verhalten, einige Personen seien über Zäune geklettert, um ins Bad zu gelangen, sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin sei das Bad gegen 17 Uhr geschlossen worden. Gegen eine Person wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet, weitere Verstöße werden nach Polizeiangaben noch geprüft.

Polizei auch in Stade im Einsatz

In Stade hatten am Donnerstag rund 300 Gäste auf dem Parkplatz vor dem dortigen Freibad auf Einlass gewartet. Sie standen in langen Schlangen dicht an dicht vor der Tür, die sich immer erst für neue Gäste öffnete, wenn Schwimmer das Freibadgelände wieder verlassen hatten. Schließlich musste sogar die Polizei ausrücken, um Ordnung zu schaffen. Ähnliche Szenen spielten sich auch vor dem Oldenburger Olantis-Bad ab.

Besucher warten eine Stunde vor Freibad-Öffnung

Auch in den Freibädern in Schöppenstedt, Denkte und Remlingen im Landkreis Wolfenbüttel öffnen sich die Türen immer nur dann, wenn andere Badegäste das Schwimmbad verlassen. Das eher kleine Bad in Denkte war am Freitag wie auch am Donnerstag nach Angaben eines Sprechers innerhalb weniger Minuten voll. Zum Teil hätten die Besucher schon eine Stunde vor dem Einlass draußen gewartet. Ärger habe es dort noch keinen gegeben.

Online-Ticket-System in Braunschweig

In Braunschweig regelt man die Besucherzahlen über den Ticket-Verkauf im Internet. "Wir benutzen ein E-Ticket-System, was auch bald 99 Prozent der Gäste nutzen", sagt Bäder-Chef Thomas Groß. Der Einlass darüber könne sehr gut gesteuert werden. "Wir haben das System an den heißen Tagen jetzt so optimiert, dass, wenn Gäste das Bad verlassen, diese Tickets wieder freigeschaltet werden." Wer den Stand der Dinge verfolge, könne immer noch ein paar freie Tickets ergattern.

Polizei: Mehr Fälle nicht im Interesse der Bürger

Weil Abstandsregeln und Anweisungen des Personals zumindest in Stade ignoriert worden sind, rät die dortige Polizei von einem Freibadbesuch ab - trotz der hochsommerlichen Temperaturen. Eine Ausbreitung des Virus in dicht gedrängten Menschenmengen und eine damit möglicherweise verbundener Anstieg der Inzidenzen könne nicht im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Stade sein, hieß es.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 18.06.2021 | 15:00 Uhr

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