Seenotretter und Marineflieger im gemeinsamen Einsatz © Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Suche nach Frau in eiskalter Nordsee erfolglos beendet

Stand: 08.02.2021 10:32 Uhr

Für eine 24-Jährige, die am frühen Sonntagmorgen in der Wesermündung über Bord gegangen ist, dürfte es keine Überlebenschance mehr geben. Die Suche wurde ohne Erfolg beendet.

Nach einer großangelegten Suchaktion mit Schiffen und aus der Luft, die bis zum späten Sonntagvormittag andauerte, gab es am Nachmittag einen erneuten Versuch. Letztendlich mussten die Helfer aber aufgeben, auch ein Hubschrauber der Marine kehrte zu seiner Station zurück. Das sagte eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Montag zu NDR.de. Die Suche sei nun "bis zum Eintreffen neuer Erkenntnisse" eingestellt. Dabei könne es sich um eine Sichtung oder einen anderweitigen Hinweis handeln.

Bei minus acht Grad über Bord gegangen

Bei den herrschenden Bedingungen hatte es von vornherein wenig Zeit gegeben, die 24-Jährige zu retten. Neben einem Sturm mit Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde war es mit minus acht Grad eisig kalt. Die Wassertemperatur lag den Angaben der Seenotretter zufolge bei zwei Grad. Die vermisste 24-Jährige war in der Nordsee vor Bremerhaven, etwa in Höhe von Fedderwardersiel, auf einem Containerschiff über Bord gegangen.

Frachter liegt in Bremerhaven vor Anker

Ersten Erkenntnissen zufolge fiel das Crewmitglied "beim Verrichten einer Arbeit" ins Wasser. Der unter der Flagge Dänemarks fahrende 300 Meter lange Containerfrachter "Santa Clara" liegt nun in Bremerhaven vor Anker. Die Wasserschutzpolizei Bremen hat Ermittlungen zur Unfallursache eingeleitet.

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Ein Rettungshubschrauber holt während einer großen Seerettungsübung vor der Küste von Warnemünde eine Person aus dem Wasser und bringt sie zum DGzRS-Seenotrettungskreuzer. © ndr.de Foto: Jürgen Opel

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 07.02.2021 | 12:00 Uhr

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