Stand: 07.06.2018 20:33 Uhr

Streit um Beifang: EU geht auf Krabbenfischer zu

Im Streit um den Beifang von Krabbenfischern gibt es jetzt offenbar einen Kompromiss. Die kleinen Schollen und Seezungen, die mitgefangen werden, dürfen weiterhin durch die automatische Sortieranlage an Bord ausgesiebt und über Bord gespült werden. Das sagte der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer, Dirk Sander, zu NDR 1 Niedersachsen.

EU-Kommission will im Herbst entscheiden

Sander war zusammen mit Kollegen und der niedersächsischen Europaministerin Birgit Honé (SPD) in Brüssel. Ergebnis der Gespräche: Jeder Fischer müsse nur einmal im Monat ein Netz voll an Bord per Hand sortieren und den Beifang mit an Land bringen. Wissenschaftler müssten den Kompromiss noch im Auftrag der EU überprüfen, sagte Sander. Die EU hatte verlangt, dass auch Krabbenfischer die EU-Beifangordnung einhalten. Alle Fische, die neben den Krabben im Netz landen, sollten an Bord per Hand aussortiert, mit an Land gebracht und nicht wieder ins Meer gespült werden. Die EU-Kommission will im Herbst entscheiden, ob die Ausnahmeregelung für Krabbenfischer verlängert wird - und unter welchen Bedingungen.

Weitere Informationen

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Zum Jahresende müssen auch niedersächsische Krabbenfischer die EU-Beifangverordnung beachten. Alle gefangenen Fische müssen an Land gebracht und sortiert werden. Ein großer Mehraufwand. (30.05.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 07.06.2018 | 18:00 Uhr

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