Mehrere Personen besuchen dieSolidaritätskundgebung der IG-Metall für die Arbeitsplätze von ZF in Diepholz. © NDR Foto: Thomas Schwierzi

Solidarität für ZF-Belegschaft: Kundgebung in Diepholz

Stand: 14.05.2021 19:29 Uhr

Die Unsicherheit unter den Beschäftigten von ZF ist groß. In den Werken am Dümmer droht Personalabbau, der Standort Diepholz könnte verkauft werden. Am Freitag haben sie gegen die Pläne demonstriert.

Zu der Solidaritätskundgebung hatten Betriebsrat und Industriegewerkschaft (IG) Metall aufgerufen. Neben den Beschäftigten des Automobilzulieferers an den Standorten Damme, Dielingen, Diepholz, Lemförde und Wagenfeld sollten sich auch Unterstützerinnen und Unterstützer versammeln. Der ursprünglich angekündigte Umweltminister Olaf Lies (SPD) nahm dagegen nicht an der Demonstration teil.

Gewerkschaft fürchtet "Job-Kahlschlag"

Die Gewerkschaft wertet die aktuellen Signale aus der ZF-Unternehmensführung in Friedrichshafen am Bodensee als Vorboten für einen "Job-Kahlschlag". Das legt auch ein Schreiben der Firmenspitze nahe, das dem NDR vorliegt. Die Zahl der Arbeitsplätze werde deutlich sinken, heißt es darin. Die Zweifel wüchsen, dass der Zulieferer wie versprochen nach Alternativen für die Werke rund um den Dümmer See sucht, sagte IG-Metall-Regionssprecher Fred Hartmann. Er fürchte, dass bis zu 1.000 von 3.500 Stellen gestrichen werden könnten.

Weitere Informationen
Die ZF-Niederlassung in Damme. © NDR Foto: Thomas Schwierzi

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 14.05.2021 | 15:00 Uhr

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