Stand: 21.12.2015 21:14 Uhr

Sensationelle Eisbär-Bescherung in Bremerhaven

Es ist eine kleine Sensation für den Zoo am Meer in Bremerhaven: Nur zwei Jahre nach der Geburt von Eisbärbaby "Lale" gibt es in dem Tierpark wieder flauschigen Nachwuchs. "Lales" Mutter, die Eisbärin "Valeska", brachte den tapsigen Nachwuchs bereits am 11. Dezember zur Welt. Das teilte der Zoo am Montag mit. Die ersten, kritischen Tage seien nun überstanden, sagte ein Sprecher. Das Kleine sei munter, trinke und werde von seiner Mutter liebevoll betreut.

Geburt ist eine Überraschung für den Zoo

Die inzwischen zweijährige "Lale" war erst im Juni an den Zoo im niederländischen Emmen abgegeben worden. Noch im selben Monat ließen die Tierpfleger Vater "Lloyd" und Mutter "Valeska" wieder zusammen. Trotzdem hatte im Zoo offenbar niemand damit gerechnet, dass es bereits 2015 wieder Eisbärennachwuchs geben würde. Denn die Paarungszeit von Eisbären liegt nach Angaben des Zoos in der Regel zwischen März und April. Außerdem müsse die Eisbärin ihr Gewicht um 120 Kilogramm auf 300 Kilogramm steigern, um wieder trächtig zu werden. Nur so könne sich das befruchtete Ei einnisten, so Heike Kück, Direktorin des Zoos.

"5 Grad kälter wären besser"

Zwar seien die Zoomitarbeiter erst einmal guter Dinge, sagt Direktorin Kück. Doch es könne noch alles mögliche passieren. Die Mutter müsse das Kind nur einmal falsch treten und könne das Jungtier so verletzen. Auch das Wetter sei nicht optimal für ein Eisbär-Junges: "Wenn es 5 Grad kälter wäre, wäre es besser", so Kück. Sie hoffe darauf, dass es nach Weihnachten kälter werde. Auch die Knallerei zu Silvester könne gefährlich werden. "Wir hoffen, dass am Deich nicht so viel geknallt wird. Hier im Zoo ist es sowieso verboten. Wir werden auch Musik einspielen, damit die Knaller nicht so ganz plötzlich kommen. Die werden wir auch über den Tag steigern, sodass es über den Tag immer lauter wird. Und dann hoffen wir natürlich, dass 'Valeska' und ihr Baby alles gut überstehen."

Schreien, trinken, schlafen

Alle zwei Stunden mache das Baby nun auf sich aufmerksam, sagt Kück. Durch Schreien mache sich das Kleine bei seiner Mutter bemerkbar, die Mutter lasse es dann auf seine Brust zum Trinken. Anschließend werde wieder geschlafen. Momentan sehen auch die Tierpfleger das Eisbärbaby nur über eine Kamera. Voraussichtlich im März könne man den süßen Nachwuchs dann den Besuchern präsentieren, so Kück.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 21.12.2015 | 15:00 Uhr

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