Stand: 22.11.2019 17:58 Uhr

Schwimmt das noch? Museumsschiffe werden geprüft

Der historische Zerstörer "Mölders" wird von Tauchern mit Spezialgerät untersucht.

Auch Schiffe werden nicht jünger. Weil das so ist, dreht das Deutsche Marinemuseum in Wilhelmshaven seine Flotte gerade quasi auf links und lässt seine Museumsschiffe auf Schwimmtauglichkeit überprüfen. Die Wartung sei notwendig, heißt es in einer Mitteilung des Museums. Denn die alten Schiffe seien unter anderem von Rost bedroht, die regelmäßige sogenannte Bilgenkontrolle sei unerlässlich. Diese solle verhindern, dass es zu plötzlichen Wassereinbrüchen kommt, was offenbar keine Seltenheit bei Schiffen im Museumszustand ist.

Ultraschall durchleuchtet Schiffsbauch

Dank der Technik müssen dazu nicht alle schwimmenden Riesen aus dem Wasser geholt werden. Mit Ultraschallmessgeräten haben Taucher bereits den stählernen Bauch des Zerstörers "Mölders" untersuchen. Ungleich höher ist der Aufwand bei den hölzernen Schwestern, wie dem Minenjagdboot "Weilheim" oder dem Flugkörperschnellboot "Gepard": Weil das Verfahren bei Holzrümpfen nicht funktionert, müssen sie gedockt werden, um untersucht werden zu können. Erst dann kann die sogenannte Sinksicherheits- oder auch Schwimmfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden.

Schiffe aus Holz werden konservativ geprüft - mit einem Bohrer

Für die Inspektion wird ein Bohrer - Marlspieker genannt - in das Holz getrieben. Wie weit er sich in das feste oder morsche Holz bohren lässt, gibt dann Auskunft über den Zustand der Beplankung. Das betrifft auch den Traditionssegler "Nordwind", der für die Untersuchung in die Bültjer Werft in Ditzum (Landkreis Leer) gesegelt ist und die Motorbarkasse "Friedrich A. Meyer", die im Winterlager in der Wilhelmshavener Wilhelm-Werft angekommen ist. Dort wird die "Friedrich A. Meyer" gewartet und überholt, damit sie im Frühjahr planmäßig Kurs auf historische Hafenrundfahrten setzen kann.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 22.11.2019 | 17:00 Uhr

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