Stand: 23.10.2018 16:13 Uhr

Schlag gegen Drogenhandel in Oldenburg

124 Kilogramm Marihuana konnten bei dem Zugriff von der Polizei beschlagnahmt werden.

Die verdeckten Ermittlungen liefen über Monate: Der Polizei in Oldenburg ist ein Schlag gegen den organisierten Drogenhandel gelungen. Nach monatelangen Fahndungen stellten die Beamten bei einem Zugriff in der vergangenen Woche unter anderem mehr als 120 Kilogramm Marihuana sicher und nahmen vier Tatverdächtige fest. Hauptverdächtiger sei ein 38 Jahre alter Albaner aus Oldenburg, teilte die Polizei mit. Er soll zusammen mit spanischen, deutschen und anderen albanischen Verdächtigen größere Mengen Kokain und Marihuana nach Deutschland gebracht und damit gehandelt haben.

Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden

Die Polizei hatte gegen die mutmaßlichen Drogenhändler aus Oldenburg bereits seit März 2017 ermittelt. 2018 konnten die Beamten 60 Kilogramm Marihuana sowie 600 Gramm Kokain in zwei Oldenburger Wohnungen sicherstellen. Wegen des Verdachts gegen weitere beteiligte Personen bei den Drogengeschäften richtete die Polizei im April dieses Jahres eine Ermittlungsgruppe ein. In Zusammenarbeit unter anderem mit niederländischen und spanischen Ermittlungsbehörden verdichtete sich schließlich der Verdacht gegen den 38-jährigen Albaner mit Wohnsitz in Oldenburg.

Zugriff bei Drogenlieferung

Intensive Überwachungsmaßnahmen haben die Ermittler Anfang letzter Woche auf die Spur einer Drogenlieferung gebracht. Die zwei Hauptverdächtigen sollten diese entgegennehmen. Die Drogen wurden in einem Lkw transportiert, den die Beamten auf einem Betriebsgelände in Verden anhalten konnten. Das Mobile Einsatzkommando (MEK) der Polizei Verden nahm bei dem Zugriff zwei 31- und 37-jährige Tatverdächtige, sowie die beiden spanischen LKW-Fahrer im Alter von 40 und 45 Jahren vorläufig fest. An der Aktion waren etwa 80 Beamte beteiligt. Bei Durchsuchungen des Betriebsgeländes im Landkreis Verden und in den Fahrzeugen der Tatverdächtigen fanden die Beamten 124 Kilogramm Marihuana.

Drogen, Geld und Fahrzeuge beschlagnahmt

Auch der 38-jährige Hauptverdächtige wurde am selben Tag in Oldenburg festgenommen. In seiner Wohnung stellte die Polizei einen fünfstelligen Geldbetrag sicher. Außerdem wurden fünf Fahrzeuge beschlagnahmt, die zum Teil hochpreisig waren. Gegen vier der festgenommenen Männer erließ das Amtsgericht Oldenburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Dienstag Haftbefehl. Ein 31-jähriger russischer Staatsangehöriger wurde inzwischen wieder entlassen. Die Ermittlungen werden fortgesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.10.2018 | 13:30 Uhr

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