Stand: 19.03.2019 21:21 Uhr

Schäden durch Wildgänse werden gemessen

Der Schaden durch Wildgänse ist für die Bauern im Rheiderland erheblich. Das geht aus einer Studie der Landwirtschaftskammer und des niedersächsischen Landesbetriebes für Küsten und Naturschutz (NLWKN) hervor. Kurz um: Wo Wildgänse überwintern, ist der Ertrag für Landwirte beim ersten Grasschnitt nur halb so hoch wie auf anderen Flächen. Mit den Ergebnissen dieser Studie, die am Dienstag vorgestellt worden sind, soll nun ein Modell für Ausgleichszahlungen entwickelt werden, mit dem die Wildgänse zum einen geschützt und zum anderen die Bauern angemessen vom Land entschädigt werden können. Im Rahmen eines Pilotprojektes können die Bauern bereits in den nächsten Wochen erste Schäden melden.

Geschützt und ungeschützte Flächen

Regelungen zum Ausgleich auf dem Ackerland gebe es bereits seit dem Jahr 2011, sagte ein NLWKN-Sprecher. Wie die Erfassung für Grünflächen aussehen kann, wurde in den vergangenen Jahren getestet. Auf ausgewählten Flächen seien Erfahrungen mit speziellen Gitterkörben gesammelt worden. Diese schützten Flächen, um so einen Vergleich mit der Umgebung zu ermöglichen. "Im Vergleich mit ungeschützten Flächen ist es so möglich, Wuchshöhen zu vergleichen und Biomasseverluste abzuschätzen", hieß es vom NLWKN. Eine Schätzkommission könnte auf dieser Basis die Schäden taxieren.

Pilotphase beginnt Ende März

Ob das Modell zur Bewertung und Honorierung auch in der Praxis funktioniert, soll nun die nächste Pilotphase zeigen. Sie startet Ende März, Landwirte können sich beteiligen. Dabei geht es zunächst ausschließlich um das Rheiderland als Modellregion.

Ein Unfallbild auf einem kleinen Bildschirm zeigt Feuerwehrmänner an einer Unfallstelle. © NDR Foto: Eric Klitzke

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Verscheuchen der Vögel ist verboten

Dort liegt zwischen Ems und Dollart eines der wichtigsten Rast- und Überwinterungsgebiete für nordische Gänse in Niedersachsen. Die Marsch wird vorwiegend intensiv als Grünland genutzt. In dem EU-Vogelschutzgebiet ist das Verscheuchen der Vögel aber wegen der strengen Schutzbestimmungen verboten.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 19.03.2019 | 17:00 Uhr

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