Stand: 28.06.2017 19:24 Uhr

Runder Tisch zu Alpha-E-Trasse geplatzt

Zwei Jahrzehnte lang ist über die Y-Trasse gestritten worden - den Neubau der Bahnstrecken zwischen Hamburg und Hannover sowie Hannover und Bremen. Vor zwei Jahren wurden die Pläne schließlich beerdigt und stattdessen die Alpha-E-Trasse geplant: bestehende Strecken werden ausgebaut, unter anderem zwischen Verden und Rotenburg. Doch nun gibt es auch darüber Streit. Die Kommunen haben den für Mittwoch angesetzten Runden Tisch mit der Deutschen Bahn (DB) in Verden platzen lassen. Die Entscheidung wurde dem Vertreter der Bahn mit einem Brief der Kommunalvertreter übermittelt.

Kommunen: Bund und Bahn verweigern Unterstützung

Der Brief stammt von der "AG Anrainerkommunen", zu der sich Landkreis und Stadt Rotenburg (Wümme), die Samtgemeinden Sottrum und Bothel, die Gemeinde Kirchlinteln sowie Landkreis und Stadt Verden zusammengeschlossen haben. Sie werfen der DB und dem Bund vor, die 2015 in Celle vereinbarten Bedingungen für den Ausbau der Bahnstrecken nicht einzuhalten. So sei ein verbesserter Lärmschutz zugesagt worden, eine Kostenbefreiung der Kommunen hinsichtlich der Anpassung von Bahnübergängen und ein Mitspracherecht der Kommunen bei der konkreten Umsetzung des Ausbaus. All das sei Teil des Kompromisses gewesen. "Dagegen verweigern, trotz zahlreicher Gespräche, das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn eine Unterstützung zur Umsetzung dieser Bedingungen", teilte der Landkreis Rotenburg mit.

Absage soll ein Zeichen setzen

Die Anrainerkommunen wollten "mit ihrer Teilnahme am Runden Tisch nicht länger den Eindruck ermöglichen, es gäbe einen konstruktiven Planungsprozess", so der Landkreis Rotenburg in seiner Erklärung. Seit mehr als einem Jahr "verweigern die Bahnvertreter eine aktive beziehungsweise konstruktive Mitwirkung zur Umsetzung der Bedingungen der Region", heißt es weiter. "Bundesministerium und Bahn nehmen keine Rücksicht auf die Anliegen und die Interessen der Region."

Zunächst keine Stellungnahme der Bahn

Die Vertreter der Bahn, die am Mittwoch zum Gespräch nach Verden gekommen waren, wollten sich gegenüber NDR 1 Niedersachsen nicht zur Absage des Treffens äußern. Die DB hatte nach eigenen Angaben die Runden Tische in den betroffenen Regionen eingerichtet, um Anlieger, Kommunen und Institutionen Einblick in die Planungsschritte zu gewähren. Das Treffen am Mittwoch in Verden wäre das fünfte dieser Art gewesen.

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 28.06.2017 | 18:00 Uhr

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