Stand: 27.05.2016 16:00 Uhr

Reeder in Leer entführt - Verdächtiger flüchtig

Fünf Festnahmen gab es bereits - nach einem weiteren Verdächtigen wird immer noch mit einem Phantombild gefahndet. Bei einer Pressekonferenz hat die Polizei Leer am Freitag über einen spektakulären Entführungsfall informiert, der sich bereits am 19. April zugetragen hat. Ein Geschäftsmann, 68 Jahre alt, wurde laut Polizei etwa 40 Stunden in einer Ferienwohnung im Raum Hatzum (Gemeinde Jemgum) festgehalten. Der Mann habe ein Martyrium erlitten, teilten die Ermittler mit. Eine Streife der Bundespolizei hatte den Mann am 21. April an der Autobahn 31 nahe Leer entdeckt. Seine Entführer hatten ihn freigelassen. Ob das geforderte Lösegeld in Höhe von einer Million Euro zuvor gezahlt wurde, wollte die Polizei aus den altbekannten "ermittlungstaktischen Gründen" nicht verraten.

Ein Phantombild zeigt einen Mann mittleren Alters mit kurzem Haar. © NDR Foto: Peter Becker
Nach diesem Verdächtigen fahndet die Polizei weiterhin.
"Haben die maßgeblichen Täter"

Bei den Verhafteten handelt es sich nach Polizeiangaben um eine 90 Jahre alte Frau, ihren 66-jährigen Sohn sowie drei weitere Männer im Alter zwischen 38 und 41 Jahren. Sie stammen alle aus dem Raum Dortmund (Nordrhein-Westfalen) und wurde auch alle in Nordrhein-Westfalen festgenommen. Anschließend durchsuchten Polizisten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Wohnungen in der Region Dortmund und beschlagnahmten Beweismittel. Ob es neben dem Unbekannten auf dem Phantombild noch weitere Entführer gibt, ist derzeit unklar. "Wir haben die maßgeblichen Täter, ermitteln aber weiter", sagte Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Emden/Leer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.05.2016 | 12:00 Uhr

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