Stand: 03.03.2018 16:20 Uhr

Prozess um EWE-Chef: Keine gütliche Einigung

Im Prozess um die fristlose Entlassung des ehemaligen EWE-Chefs Matthias Brückmann haben sich der Energiekonzern aus Oldenburg und der Anwalt des Klägers nicht auf eine gütliche Einigung verständigen können. "Die Vorstellungen der Gegenseite sind für EWE nicht akzeptabel", erklärte EWE-Sprecher Mathias Radowski. Bernd-Wilhelm Schmitz, Brückmanns Anwalt, hatte den EWE-Anwälten nach eigenen Angaben einen Vorschlag unterbreitet, nach der EWE eine siebenstellige Summe zahlen sollte. Der Grund für die hohe Forderung sei der Vertrag des Ex-Vorstandsvorsitzenden, der ursprünglich bis Mitte 2021 laufen sollte.

Prozess wird fortgesetzt

"Ich war überrascht, dass jegliche Zahlung abgelehnt worden ist", sagte Schmitz der Deutschen Presseagentur. "Eine außergerichtliche Einigung hätte viele Kosten und Zeit gespart." Vor dem Landgericht Oldenburg geht der Zivilprozess am 15. März weiter. Es ist durchaus möglich, dass dann bereits ein Urteil verkündigt wird.

Nach Spende entlassen

Brückmann war vor gut einem Jahr wegen "einer Vielzahl diverser grober Verfehlungen" mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt und dem Unternehmen entlassen worden. Unter anderem ging es um eine Spende von 253.000 Euro an eine Stiftung des Ex-Boxweltmeisters Wladimir Klitschko. Brückmann hatte die Summe im Jahr 2016 überweisen lassen. Und das, obwohl er kurz zuvor selbst strengere Spenden- und Sponsoring-Regeln im Unternehmen eingeführt hatte. Vor Gericht will Brückmann erreichen, dass seine Kündigung für unwirksam erklärt wird und EWE ihm die ausstehenden Gehälter zahlt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 28.02.2018 | 06:30 Uhr

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