Stand: 24.04.2020 14:39 Uhr

Polizei ermittelt nach Havarie vor Borkum

In einem Offshore-Windpark ist bei Sonnenuntergang das Versorgungsschiff "Siem Barracuda“ zu sehen. © Die Seenotretter - DGzRS
Die Havarie ereignete sich rund 45 Kilometer vor Borkum im Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund 1". Auch der Offshore-Versorger "Siem Barracuda" (Foto) war an der Rettung beteiligt.

Vor der Ostfriesischen Insel Borkum ist ein Offshore-Versorgungsschiff mit einer Windkraftanlage kollidiert. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurden bei dem Unfall am Donnerstagabend drei Menschen verletzt, einer davon schwer.

Hubschrauber bringt Schwerverletzten in Klinik

Das schwer verletzte Crew-Mitglied wurde per Hubschrauber ins Universitätsklinikum Groningen (Niederlande) gebracht. Ein zweiter Verletzter wurde nach Westerstede (Landkreis Ammerland) geflogen. Ein weiterer Leichtverletzter wurde von einem anderem Schiff an Bord genommen.

Problem beim Anlegen

Das unter britischer Flagge fahrende Schiff "Njord Forseti" war den Angaben zufolge gegen 18.30 Uhr im Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund 1", rund 45 Kilometer vor der Insel, gegen eine Windkraftanlage gefahren. Für die Wasserschutzpolizei Emden ist es ein Rätsel, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Es sei bisher unklar, ob es technische Probleme oder menschliches Versagen waren, sagte ein Sprecher NDR 1 Niedersachsen.

Bug nach Aufprall beschädigt

Durch den Aufprall wurde der Bug der "Njord Forseti" beschädigt. Durch einen etwa halbmeterlangen Riss drang Wasser ein. Die Crew konnte dies den Angaben zufolge unter Kontrolle bringen. Das 26 Meter lange Spezialschiff zur Beförderung von Technikern und Crewpersonal konnte aus eigener Kraft fahren und steuern. Am Freitag lag es im Hafen von Eemshaven (Niederlande).

Der Seenotrettungskreuzer SK 40 "Hamburg" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf See. © Flying Focus Foto: Herman IJsseling
Der Seenotrettungskreuzer "SK40" war erst am Mittwochabend auf Borkum eingetroffen.
Erster Einsatz für neues Rettungsschiff

Beim Rettungseinsatz an der "Njord Forseti" kam auch der neue Borkumer Seenotrettungskreuzer "SK40" zum Einsatz. Dieser begleitete das Unfallschiff bis in einen niederländischen Hafen. Der künftig unter dem Namen "Hamburg" laufende Seenotrettungskreuzer war laut DGzRS erst am Mittwochabend auf Borkum eingetroffen. Das bisherige Borkumer Rettungsschiff "Alfried Krupp" wird an diesem Freitag verabschiedet. Es war 32 Jahre auf Borkum stationiert.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 24.04.2020 | 13:30 Uhr

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