Polat und Kindler führen grüne Wahlliste für Berlin an

Stand: 29.05.2021 16:33 Uhr

Niedersachsens Grüne haben auf ihrem digitalen Landesparteitag in Oldenburg die Landesliste für die kommende Bundestagswahl bestimmt. Die Favoriten setzten sich am Ende relativ deutlich durch.

Die niedersächsischen Grünen ziehen mit dem Spitzenduo Filiz Polat und Sven-Christian Kindler in den Bundestagswahlkampf. Die Delegierten des Landesparteitags in Oldenburg wählten die beiden Bundestagsabgeordneten mit deutlicher Mehrheit auf Platz eins und zwei der Landesliste für die am 26. September anstehende Bundestagswahl. Die aus Bramsche stammende Polat setzte sich gegen die Abgeordnete Julia Verlinden aus Lüneburg durch, Sven-Christian Kindler aus Hannover ließ den früheren niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel aus Göttingen hinter sich. Wenzel ließ anschließend einige Wahlgänge aus und wurde schließlich auf Platz zehn gesetzt. Beim Listenplatz drei setzte sich Christina-Johanne Schröder durch. Der langjährige Bundestagsabgeordnete und Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin wurde ohne Gegenkandidaten auf Platz vier gewählt. Verlinden wurde ebenfalls ohne Gegenkandidaten auf dem fünften Listenplatz bestätigt.

Bsirske sichert sich den sechsten Listenplatz

Auch andere Prominente wie der frühere ver.di-Gewerkschaftschef Frank Bsirske stellten sich dem Votum der Delegierten. Bsirske findet sich auf dem sechsten Listenplatz wieder, was nach derzeitigem Stand der Wahlprognosen den Einzug in den nächsten Bundestag erlauben sollte. Die niedersächsischen Grünen sind bislang zwar lediglich mit sechs Abgeordneten im Bundestag vertreten, aber nach der kommenden Wahl wird mit einer viel größeren Landesgruppe mit bis zu 16 Abgeordneten gerechnet. Deshalb wollte die Partei bis Sonntag eine Liste mit 40 Kandidatinnen und Kandidaten aufstellen.

Videobotschaft von Baerbock

Niedersachsen komme für die Klimawende eine Schlüsselrolle zu, sagte die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in einer Videobotschaft zum Auftakt des Landesparteitags. Das Land sei sowohl durch Landwirtschaft wie durch Industrie geprägt. Der Kampf der Grünen um das Kanzleramt sei ein "Zeichen für Aufbruch in eine neue Epoche für unsere Partei".

Delegierte stimmen online ab

Präsidium und die meisten Kandidaten waren beim Parteitag in Oldenburg versammelt. Die 274 Delegierten waren online zugeschaltet. Die Wahlergebnisse müssen im Nachgang bis zum 15. Juni mit einer Briefwahl bestätigt werden.

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NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 27.05.2021 | 08:00 Uhr

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