Stand: 20.09.2019 21:12 Uhr

"Polarstern" startet Richtung Arktis

Die außergewöhnliche Expedition ging im norwegischen Tromsø los.

Der Forschungseisbrecher "Polarstern" des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) ist am Freitagabend von Norwegen aus zur bislang größten Arktis-Expedition aller Zeiten aufgebrochen. Das Schiff soll nach Angaben des AWI an einer Eisscholle festmachen und mit ihr ein Jahr lang durch die zentrale Arktis treiben. Zum Start in Tromsø im Norden Norwegens war auch Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet worden.

Insgesamt 600 Teilnehmer aus 17 Ländern

"Wir werden zum ersten Mal in einem Bereich Forschung betreiben, wo wir in diesem Umfang noch nie gewesen sind", sagte Fahrtleiter Markus Rex NDR 1 Niedersachsen. "Wir füllen wirklich einen weißen Fleck auf der Landkarte." An der Expedition mit dem Namen "MOSAIC" nehmen insgesamt rund 600 Wissenschaftler und Crew-Mitglieder aus 17 Ländern teil, die während der Reise mehrfach ausgewechselt werden. Die "Polarstern" hat Platz für eine Schiffscrew von bis zu 44 Personen sowie maximal 55 Wissenschaftler, die in neun Laboren ihren Forschungsarbeiten nachgehen können.

Hoffnung auf Meilenstein für Klimaforschung

Die Forscher wollen mit ihren Messungen vor allem den Einfluss der Arktis auf das Weltklima besser verstehen lernen und erhoffen sich einen Meilenstein für die Klimaforschung. Nirgends erwärme sich die Erde schneller und nirgends sei weniger über das Klimasystem bekannt, sagte Rex. "Deswegen lohnt sich auch der wahnsinnige Aufwand."

"Polarstern": Seit über 30 Jahren im Eis unterwegs

Rückkehr nach Bremerhaven in einem Jahr

Die Expedition wird insgesamt rund 140 Millionen Euro kosten, Deutschland trägt die Hälfte davon. In etwa einem Jahr soll die "Polarstern" nördlich von Spitzbergen und Grönland ankommen. Danach wird sie nach Bremerhaven zurückkehren.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.09.2019 | 13:00 Uhr

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