Stand: 31.07.2020 19:30 Uhr

"Polarstern"-Eisscholle zerbricht mit lautem Knall

Eine Luftaufnahme zeigt das Forschungsschiff "Polarstern" inmitten von Eisschollen. © Alfred Wegener Institut Foto: Markus Rex
Für die "Polarstern" und die Forscher geht es jetzt ohne Eisscholle weiter Richtung Norden.

Mit einem lauten Knall ist die Eisscholle, mit der das Forschungsschiff "Polarstern" in den vergangenen Monaten durch das Nordpolarmeer gedriftet ist, in viele Teile zerbrochen. Das war am 30. Juli. Einen Tag zuvor hatte das internationale Forscherteam der MOSAIC-Expedition nach 300 Tagen mit dem Abbau des Camps auf der Scholle begonnen. "Es ist uns gelungen, den Lebenszyklus der Mosaic-Scholle seit Anfang Oktober letzten Jahres bis zu ihrem Ende zu begleiten", sagte Expeditionsleiter Markus Rex. Das Timing sei "perfekt". 1.700 Kilometer habe die Eisscholle die Wissenschaftler von der Laptewsee vorbei am Nordpol bis in die Framstraße getragen. Ziel ist es, das Klimasystem der Zentralarktis zu erforschen und den Einfluss der Arktis auf das globale Klima besser verstehen zu lernen.

Das beginnende Gefrieren am Ende des Sommers

Wissenschaftler bauen auf dem Eis vor dem Forschungsschiff Polarstern Instrumente ab. © Alfred Wegener Institut Foto: Lianna Nixon
Rechtzeitig vor dem Zerbersten der Scholle baute das Team das Camp ab.

Nun geht es für das Forschungsschiff gen Norden. "Jetzt steht das letzte noch fehlende Puzzlestück im Jahreszyklus des arktischen Meereises im Fokus, das beginnende Gefrieren am Ende des Sommers", so Rex. Zunächst werde die Polarstern, so das Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung, nah der Eiskante bleiben. Und zwar so lange, bis der russische Forschungseisbrecher "Akademik Tryoshnikov" in den kommendenTagen mit neuen Besatzungsmitgliedern und Proviant eintreffe.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.08.2020 | 12:00 Uhr

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