Windkraft-Anlagen stehen in der Nordsee. © NDR

Offshore-Industrie: Rückenwind durch neue Bundesregierung?

Stand: 09.12.2021 14:52 Uhr

Im Deutschen Offshore-Windindustrie-Zentrum Cuxhaven stehen die Zeichen auf Expansion. Grund sind die im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung angekündigten Ausbauziele.

Investitionen seien sowohl öffentlich als auch bei den Firmen selbst geplant, hieß es. Niedersachsens Hafengesellschaft N-Ports plant bereits neue Liegeplätze direkt an der Elbe. Dafür wurde vor wenigen Tagen die Ausschreibung der Betreiber abgeschlossen.

Hersteller produzieren in größeren Dimensionen

Bei Siemens Gamesa, der größten deutsche Windkraftkomponentenfabrik in Cuxhaven, soll noch in diesem Jahr die erste 11-Megawatt-Windturbine die Werkshalle verlassen. Das benachbarte Unternehmen Titan Wind plant zudem den Bau von bis zu 100 Meter langen Gründungsrohren für Offshore-Windkraftanlagen. Größere und deutlich mehr Windräder gelten als notwendig, wenn der neue Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) den Koalitionsvertrag umsetzt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 09.12.2021 | 15:00 Uhr

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