Blick auf das Firmengelände von "Aerotec". © picture alliance Foto: Stefan Puchner

Niedersächsische Politiker erhöhen Druck auf Airbus

Stand: 05.08.2021 12:17 Uhr

In den Landkreisen Friesland und Wesermarsch stehen weiterhin Tausende Jobs auf der Kippe. Der Flugzeugbauer Airbus rückt offenbar nicht von seinem Plan ab, die Tochter Premium Aerotec auszugliedern.

Am Mittwochabend haben sich Interessengruppen aus dem Norden und Süden - der Standort Augsburg ist ebenfalls gefährdet - virtuell getroffen. Gemeinsam mit Betriebsräten bewerteten die sogenannte Allianz des Nordens mit Politikerinnen und Politikern aus den Regionen und die neu gegründete "Allianz des Südens" die Entwicklung. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Er sagte, die Hinhaltetaktik von Airbus dürfe nicht bis nach der Bundestagswahl wegmoderiert werden.

Airbus könnte ein Arbeitskampf bevorstehen

Die Befürworterinnen und Befürworter des Erhalts der Standorte beschlossen, künftig konsequenter zusammenwirken zu wollen. Die Betriebsräte seien zudem bereit, weitere Schritte zu gehen. Noch 2021 könnte Airbus ein Arbeitskampf ins Haus stehen. Der Luftfahrtstandort Deutschland werde durch die Zerschlagung von Airbus-Werken wie Varel erheblich geschwächt, sagte Karin Logemann (SPD), Landtagsabgeordnete des Landkreises Wesermarsch und Sprecherin der "Allianz des Nordens". Es sei wichtig, den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 05.08.2021 | 12:00 Uhr

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