Stand: 26.08.2020 21:50 Uhr

Niedersachsen: Erste Schäden durch Sturm "Kirsten"

Feuerwehrmänner sichern ein Baugerüst auf dem Dach des Finanzamts in Hannover. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen/dpa
In Hannover riss der Wind Teile eines Gerüsts ab, die abgestellte Autos beschädigten.

Das Sturmtief "Kirsten" hat am Mittwoch in Niedersachsen und Bremen einen ersten Vorgeschmack auf den bevorstehenden Herbst geliefert: Am Morgen sorgte das Tiefdruckgebiet vor allem in Ostfriesland und an der dortigen Nordseeküste für heftige Winde, später auch im Landesinneren. Mancherorts entwurzelte der Sturm Bäume.

VIDEO: Sturmtief "Kirsten" fegt über Niedersachsen (2 Min)

Hannover: Stadt warnt vor Betreten von Wäldern und Parks

In der Landeshauptstadt Hannover knickte ein rund 30 Meter hoher Ahornbaum im Stadtteil Davenstedt ab. Der Riese stand auf einem Privatgrundstück und fiel auf Fußweg und Straße. Dabei beschädigte er eine Mauer. Verletzt wurde niemand. Zudem riss der Wind Teile eines Gerüsts am Finanzamt Hannover-Mitte ab. Die Metallteile stürzten aus 20 Metern Höhe in den Eingangsbereich des Gebäudes. Auch hier gab es keine Verletzten. Allerdings beschädigten umherfliegende Gerüstteile in der Nähe abgestellt Fahrzeuge. Die Stadtverwaltung warnte vor dem Betreten von Wäldern und Parks und schloss den Großen Garten und den Berggarten. Die Waldstation Eilenriede und Tiergarten machten ebenfalls dicht.

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Harz: Brockenbahn und Wurmbergseilbahn eingestellt

In Braunschweig fiel ein Baum auf ein geparktes Auto. Auf der Bundesstraße 1 im Landkreis Peine blockierte ein Baum die Fahrbahn, so die Polizei. Die Wurmbergseilbahn und die Brockenbahn im Harz hatten wegen des Sturms ihren Betrieb eingestellt. Auf dem Brocken waren Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde gemessen worden. In Stadt und Landkreis Celle blockierten Bäume Land- und Kreisstraßen.

Umgestürzter Kran legt Nordwestbahn lahm

Auch im Bus- und Bahnverkehr gab es Sturm-Probleme. Zwischen Stade und Horneburg ist am Nachmittag ein Baum auf die Oberleitung gefallen, sagte eine Bahnsprecherin NDR 1 Niedersachsen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen werde eingerichtet. Ein umgestürzter Kran zwischen Bremerhaven-Lehe und Stubben (Landkreis Cuxhaven) legte die Nordwestbahn auf der Strecke für mehrere Stunden lahm.

Große Fähren verkehren ohne Einschränkungen

Unterdessen verkehrten die großen Fähren zu den Ostfriesischen Inseln vorerst ohne Einschränkungen. "Wir fahren planmäßig. Wir kommen bei der Sturmstärke zwar an die zehn dran, das ist aber nichts, was wir nicht gewöhnt sind", sagte Fred Meyer, Sprecher der Reederei Norden-Frisia, die Fahrten nach Norderney und Juist anbietet. Auch nach Borkum, Langeoog und Baltrum fuhren die Fähren wie geplant. Die AG Ems stellte allerdings Fahrten mit dem Katamaran nach Borkum ein.

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Hallo Niedersachsen | 26.08.2020 | 19:30 Uhr

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