Eine libanesische Flagge weht in der Nähe der Stelle, an der eine massive Explosion den Hafen von Beirut in die Luft sprengte. © dpa bildfunk Foto: Marwan Naamani

Nach Explosion in Beirut: Chemieabfall nach Wilhelmshaven

Stand: 28.12.2020 13:15 Uhr

Nach der verheerenden Explosion in Beirut im August dieses Jahres laufen die Aufräumarbeiten immer noch. Auch Niedersachsen hilft - genauer: Wilhelmshaven.

Der JadeWeserPort wird Anlaufstelle für Containerschiffe mit Chemieabfällen aus dem Libanon. Das teilte das niedersächsische Umweltministerium am Montag mit. Das Land Niedersachsen helfe dabei, nach der Explosion im Hafen der Hauptstadt die giftigen Reste sachgerecht zu entsorgen.

50 Container werden vorbereitet

Laut Ministerium werden derzeit ungefähr 50 Container mit gefährlichen Abfällen vorbereitet, die im Januar in Wilhelmhaven eintreffen. Von dort sollen sie zu einer Entsorgungsanlage transportiert werden. Bei den Abfällen handelt es sich um Salz- und Schwefelsäuren, Lack- und Farbschlämme, Gasdruckbehälter und Batterien.

191 Tote in Beirut

Bei der Explosion waren 191 Menschen getötet und mehr als 6.000 verletzt worden. Die Explosion von rund 2.750 Tonnen ungesichertem Ammoniumnitrats richtete massive Zerstörungen in der Stadt an. Der Hafen und große Teile der umliegenden Wohngebiete liegen in Trümmern.

Weitere Informationen
Hilfskräfte in gelber Kleidung gehen auf zerstörte Gebäude zu. © @fire Internationaler Katastrophenschutz e.V.

Team von @fire sucht in Beirut nach Verschütteten

Wenige Hundert Meter vom Explosionsort am Hafen von Beirut entfernt sucht eine @fire-Mannschaft Überlebende. 13 Ehrenamtliche sind für die Hilfsorganisation aus Wallenhorst im Libanon. (06.08.2020) mehr

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.12.2020 | 13:00 Uhr

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