Eline und Lutz-Peter Unger begrüßen mit einem weißen Tuch ihren Sohn Hannes auf der Fregatte "Hamburg", die auf der Nordsee in den Jadebusen einfährt, um in den Marinestützpunkt einzulaufen. © dpa-Bildfunk Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Nach Einsatz: Fregatte "Hamburg" zurück in Wilhelmshaven

Stand: 20.12.2020 11:53 Uhr

Nach mehrmonatigem Einsatz im Mittelmeer ist die Fregatte "Hamburg" am Sonntag zum Marinestützpunkt in Wilhelmshaven zurückgekehrt.

Das Schiff habe wie geplant angelegt, sagte ein Sprecher am Vormittag. Wegen der strengen Corona-Beschränkungen wurde auf einen Empfang der Besatzung an der Pier verzichtet. Die "Hamburg" hatte während des Einsatzes die Einhaltung des UN-Waffenembargos gegen Libyen mit überwacht.

Embargo überwacht

Mehr als 200 Marine-Soldaten haben an Bord der Fregatte seit August im Rahmen der EU-Operation "Irini" Frachtschiffe kontrolliert, die in Richtung Libyen unterwegs waren. Dabei stoppten sie unter anderem einen Tanker, der illegal Kerosin in das Bürgerkriegsland bringen sollte. Für Aufsehen sorgte zudem die Durchsuchung eines verdächtigen türkischen Containerschiffes. Sie musste nach einer Intervention der türkischen Regierung abgebrochen werden.

Soldaten durften Schiff wegen Pandemie nicht verlassen

Besonders war der Einsatz vor allem auch wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. So durften die deutschen Soldaten bei Hafenaufenthalten nicht wie sonst das Schiff verlassen, um ein Einschleppen des Virus zu verhindern.

Weitere Informationen
Eine Frau beobachtet das Auslaufen der Fregatte "Hamburg" in Wilhelmshaven. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

EU-Einsatz: Fregatte "Hamburg" ausgelaufen

Die Fregatte "Hamburg" ist von Wilhelmshaven in Richtung Libyen ausgelaufen. Sie ist das erste deutsche Marineschiff, das dort die Einhaltung des UN-Waffenembargos sicherstellen soll. (18.12.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 20.12.2020 | 12:00 Uhr

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