Stand: 02.12.2019 15:28 Uhr

Nach Beben: BUND fordert Aus für Erdgasförderung

Am 20. November hat im Landkreis Verden gleich mehrfach die Erde gebebt. Schuld daran waren vermutlich Spannungen im Boden, die durch die Erdgasförderung in der Region erzeugt werden. Die Umweltschutzorganisation BUND hat deshalb am Montag die niedersächsische Landesregierung aufgefordert, das Fördern von Erdgas sofort zu verbieten.

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Erdstöße erschüttern Region Verden

21.11.2019 19:30 Uhr
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Am Mittwoch hat im Landkreis Verden mehrmals die Erde gebebt. Ursache ist offenbar die Erdgasförderung in der Region. Ein Haus wurde leicht beschädigt. Video (03:01 min)

Forderungen an die Landesregierung

Die Menschen und die Natur müssten stärker als bisher vor der hochriskanten und umweltschädlichen Erdgas-Technologie geschützt werden, sagte der stellvertretende BUND-Landesvorsitzende Axel Ebeler. Das hätte nicht zuletzt das Beben in Verden gezeigt. Die Landesregierung dürfe weitere Förderstellen für Erdgas nicht genehmigen, da dadurch auch die Trinkwasservorkommen in Niedersachsen bedroht seien.

BUND spricht von "tickenden Zeitbomben"

Für bereits vorhandene Bohrstellen müsse klar definiert werden, wie lange sie genutzt werden dürften, forderte Ebeler. In Trinkwassergewinnungsgebieten dürfe überhaupt nicht mehr nach Erdgas gesucht werden. Schließlich seien die Rohre für das giftige Lagerstättenwasser "tickende Zeitbomben".

Wintershall Dea und Behörden informieren

Am Donnerstag wollen die Gemeinde Kirchlinteln und das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover (LBEG) gemeinsam die Anwohner informieren, die von dem jüngsten Erdbeben betroffen waren. Der Erdgasförderer Wintershall Dea will dann auch Ankünfte darüber geben, wie er die entstandenen Gebäudeschäden regulieren will.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional | 02.12.2019 | 14:30 Uhr

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