Stand: 27.09.2020 10:17 Uhr

Mutter und Sohn sterben durch Unfall bei Saterland

Ein Unfallauto steht zerstört vor einem Baum.
Bei einem schweren Unfall sind eine Frau und ihr Sohn gestorben, weitere Kinder und eine Frau wurden schwer verletzt.

Eine Mutter und ihr elfjähriger Sohn sind nach einem schweren Autounfall bei Saterland im Landkreis Cloppenburg gestorben. Die 37-jährige Fahrerin des Wagens starb laut Polizei bereits am Freitagabend an der Unfallstelle, das Kind erlag am Sonnabendmorgen in einer Klinik den schweren Verletzungen. Die 32-jährige Beifahrerin und fünf weitere Kinder sind schwer verletzt und werden in Kliniken behandelt, sagte Polizeisprecher Hendrik Ebmeyer weiter.

VIDEO: Saterland: Fahrerin und ein Kind sterben bei Unfall (2 Min)

Auto kommt von gerader Fahrbahn ab

Warum das Auto auf gerader Strecke von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte, war auch am Sonntag noch unklar. "Wir haben noch keine Zeugen-Befragungen machen können", sagte ein Polizeisprecher. Die Beifahrerin sei noch nicht vernehmungsfähig. Zum Zeitpunkt des Unfalls sei es hell gewesen. Fest stehe, dass der für sieben Personen zugelassene Wagen mit den acht Insassen überbesetzt war. "Wir müssen davon ausgehen, dass mindestens ein Mitfahrer nicht gesichert war", sagte Ebmeyer. Alle Unfallopfer stammen ihm zufolge aus dem Landkreis Cloppenburg. 

Weitere Söhne nicht mehr in Lebensgefahr

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war die 37-jährige Fahrerin mit vier Söhnen unterwegs. Von den drei weiteren Söhnen im Alter von zwei bis zehn Jahren kämpften zwei zunächst um ihre Leben, am Samstagnachmittag bestand laut Polizei jedoch keine akute Lebensgefahr mehr. Ein Junge sowie die 32-jährige Beifahrerin und ihre neun und 13 Jahre alten Töchter gelten auch als schwer verletzt.

Ersthelfer haben Verletzte "sehr umsichtig versorgt"

An der Unfallstelle im Landkreis Cloppenburg waren am Freitagabend vier Hubschrauber und mehrere Rettungswagen im Einsatz. Zuvor hätten Ersthelfer die Verletzten "sehr umsichtig versorgt", betonte der Polizeisprecher. Sie und Angehörige wurden an der Unfallstelle von der Psychosozialen Notfallversorgung betreut. "Das war ein sehr tragischer Unfall zu dem die Aufarbeitung nun folgt", sagte Ebmeyer.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.09.2020 | 14:00 Uhr

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