VIDEO: Corona Kompakt: Meyer Werft in Existenznot (2 Min)

Meyer Werft: AIDA Cruises will bestellte Schiffe abnehmen

Stand: 10.11.2020 20:07 Uhr

AIDA Cruises hat zugesichert, trotz Corona zwei bei der Papenburger Meyer Werft bestellte Kreuzfahrtschiffe nicht zu stornieren. Die Reederei hofft auf einen Kredit in Höhe von 400 Millionen Euro.

Die "AIDAcosma" soll kommendes Jahr in Dienst gestellt werden, das Schwesterschiff 2023. Das bestätigte die Reederei gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Damit ist die große Sorge der Meyer Werft aus Papenburg (Landkreis Emsland), dass Aufträge wegen der Corona-Krise storniert werden, für die AIDA-Neubauten erst einmal vom Tisch. Ob die beiden Schiffe zum ursprünglich vereinbarten Zeitpunkt übernommen werden, bleibt dennoch unklar. Die Meyer Werft will die Bauaufträge strecken, um über die Runden zu kommen und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

Reederei hofft auf Kredit

AIDA Cruises hat unterdessen beim Bund einen Kredit über 400 Millionen Euro beantragt. Das Geld soll aus dem Fonds kommen, der Unternehmen stützt, die unter der Corona-Krise leiden. Die Reederei hat ihren Sitz zwar in Rostock, gehört aber zum US-amerikanischen Kreuzfahrtkonzern Carnival Cruises.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 10.11.2020 | 06:30 Uhr

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