Die EWE-Zentrale in Oldenburg. © Picture Alliance

Mehr Ökostrom: EWE will bis 2035 klimaneutral werden

Stand: 28.04.2021 15:10 Uhr

Der Energieversorger EWE will seine Kunden ab 2022 standardmäßig mit Ökostrom versorgen. Das teilte der Konzern am Mittwoch mit. Strom - und Gaspreise sollen vorerst nicht steigen.

Der Oldenburger Energieversorger EWE hat am Mittwoch seine jährliche Bilanz vorgelegt. Demnach ist der Umsatz weitestgehend stabil geblieben, obwohl das Unternehmen im Ergebnis einen Rückgang von drei Prozent verzeichnen muss. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler spricht dennoch von einem erfolgreichen vergangenen Geschäftsjahr - trotz der Corona Pandemie. Die Preise für Gas und Strom sollen daher erst einmal nicht steigen.

Investitionen in "grünen" Strom

2020 hat der Energieversorger zwar nicht mehr Umsatz gemacht, dafür aber deutlich mehr investiert. "Wir haben die Netze modernisiert, Energie- und Telekommunikationsnetze", so Dohler. Außerdem hat EWE nach eigenen Angaben Großprojekte etwa in Bremen umgesetzt, um die Kohlekraftwerke komplett vom Netz zu nehmen und durch "grünere" Lösungen zu ersetzen. EWE will bis 2035 klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, will das Unternehmen in den kommenden Jahren weitere zehn Milliarden Euro einsetzen. Ein wichtiger Baustein dabei: der Ausbau der Stromproduktion aus Windkraft. Dazu hat EWE gemeinsam mit dem Windanlagenbauer Enercon das Gemeinschaftsunternehmen Alterric gegründet. Die Umstellung auf erneuerbaren Strom sei alternativlos, so Dohler. Für Kunden, die bereits Ökostrom beziehen, solle der Anteil an regional produzierter erneuerbarer Energie erhöht werden.

Klimaschutz und Digitalisierung vorantreiben

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Oldenburger Energieversorger weiter Stabilität. Er will weiter verstärkt auf den Klimaschutz setzen und die Digitalisierung voranbringen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 28.04.2021 | 15:00 Uhr

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