Stand: 12.03.2020 10:38 Uhr

Manöver: Bundeswehr fliegt unter Huntebrücke durch

Ein Helikopter fliegt unter der Huntebrücke hindurch. © Lothar Wierschowski Foto: Lothar Wierschowski
Die Bundeswehr übt mit den Piloten ihrer Waffengattungen regelmäßig an der Huntebrücke bei Oldenburg. Stadt und Landkreis haben keine Möglichkeit, die Manöver zu verhindern. (Themenbild)

Die Autobahnbrücke über die Hunte südöstlich von Oldenburg ist ein imposantes Bauwerk. Die Betonpfeiler ragen 26 Meter hoch. Genug Platz, damit Schiffe unter der Brücke durchfahren - oder Helikopter darunter durchfliegen können, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet. In der Vergangenheit haben diese Manöver für Unmut gesorgt. Dennoch werden sie offenbar fortgesetzt.

Bundeswehrhubschrauber üben regelmäßig

Rund ein Dutzend Mal pro Jahr fliegen Hubschrauber des Marinekommandos Nordholz unter der Huntebrücke durch, wie ein Bundeswehrsprecher bestätigte. Auch Piloten des Heeres und der Luftwaffe hätten Erlaubnis, die A29 zu unterqueren. Die Piloten seien entsprechend ausgebildet. Es bestehe kein höheres Risiko als bei anderen hubschrauberspezifischen Manövern, hieß es seitens der Bundeswehr.

Behörde hat keine Möglichkeit, zu intervenieren

"Wir kennen das Problem", sagt der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Sebastian Mannl. Obwohl die Behörde für die Huntebrücke in Oldenburg zuständig ist, müssen derartige Übungen nur militärisch genehmigt werden. Rechtlich gesehen gebe es daher keine Chance, diese Trainingsflüge zu verhindern, so der Behördenleiter. Die Stadt Oldenburg misst den Brückenflügen keine große Bedeutung bei. Nur die Anzahl solle im Rahmen bleiben, sagte ein Stadtsprecher.

2003 verunglückt Helikopter bei Uelzen

2003 war ein ADAC-Rettungshubschrauber beim Unterfliegen einer Brücke bei Uelzen verunglückt und in den Elbe-Seitenkanal Elbe gestürzt. Der damals 35 Jahre alte Pilot hatte verbotenerweise den gefährlichen Flug durchgeführt. Er und ein Rettungssanitäter überlebten das Unglück, ein Notarzt ertrank.


12.03.2020 10:44 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hatten wir berichtet, dass der Notarzt in der Elbe ertrunken sei. Das ist nicht richtig. Das Unglück ereignete sich im Elbe-Seitenkanal. Wir bitten darum, das Versehen zu entschuldigen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.03.2020 | 11:00 Uhr

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