Stand: 19.12.2018 18:30 Uhr

Lösung für Landwirte? Mini-Windräder an der Küste

Die Idee kommt aus den Niederlanden und seit kurzem gibt es in Niedersachsen die ersten Nachahmer. Die Rede ist von Windrädern. Aber nicht von den riesigen Exemplaren, die man mittlerweile überall sieht und die eine Nabenhöhe von mehr als 100 Metern haben. Es geht um deutlich kleinere Windräder, die eine Höhe von etwa 15 Metern haben und deren Rotorblätter aus Holz sind. Vereinzelte Modelle stehen in der Nähe von Bauernhöfen. Sie gehören Landwirten, die so ihren Bedarf an Strom decken wollen. An der niederländischen Küste sind es bereits etwa 200 - mittlerweile stehen auch fünf im Landkreis Wesermarsch. Im Wangerland nördlich von Jever gehört die erste der Anlagen mit grünem Mast und hölzernen Rotorblättern dem Milchbauern André Becker.

"Wollen unabhängig sein"

Becker hat für seine 240 Kühe gerade einen Melk-Roboter angeschafft. Der zieht viel Strom und deshalb kam er auf die Idee mit den Mini-Rädern. "Wir wollen unabhängig sein, da bietet sich das mit so einer Kleinwindanlage an, unseren eigenen Strom zu produzieren", sagte Becker NDR 1 Niedersachsen. Grüner Strom sei darüber hinaus gut geeignet, um das Produkt Milch auch an der Öffentlichkeit besser zu verkaufen, glaubt er. Etwa 30.000 Kilowattstunden pro Jahr soll eine Anlage schaffen. Das geht allerdings nur an der windigen Küste. Weitere Anlagen hat die niederländische Herstellerfirma in Niedersachsen schon in Planung. Es dauere nur noch etwas mit der Baugenehmigung, hieß es.

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Regional Oldenburg | 19.12.2018 | 17:00 Uhr

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