Stand: 15.07.2019 20:31 Uhr

Lob und Kritik für Medizin-Studiengang in Oldenburg

Seit sieben Jahren gibt es einen Medizinstudiengang an der Universität Oldenburg - neben den alteingesessenen Fakultäten Göttingen und Hannover ist es der dritte und auch jüngste im Land. Der Wissenschaftsrat, der die Bundesregierung sowie Landesregierungen berät, hat den Studiengang nun unter die Lupe genommen. Das Urteil der Gutachter: ein "beeindruckendes Studienangebot" - dennoch seien "erhebliche Nachbesserungen" nötig. Das sagte die Ratsvorsitzende Martina Brockmeier am Montag.

Wissenschaftsrat: Kooperation mit Kliniken ausbaufähig

Der Oldenburger Modellstudiengang Humanmedizin, an dem derzeit 271 angehende Mediziner eingeschrieben sind, überzeuge durch die Integration moderner Lehr-Lernmethoden, die konsequente wissenschaftliche Ausbildung und die frühe und umfangreiche Einbindung von Lehrpraxen, so der Wissenschaftsrat. Nachholbedarf sah das Gremium vor allem bei der Gestaltung eines tragfähigen Kooperationsmodells mit externen Krankenhäusern.

Partnerschaft mit Uni Groningen

Von hoher strategischer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Universitätsmedizin Oldenburg sei zudem die Kooperation mit der Partner-Universität Groningen. Die beiden Hochschulen bieten im Rahmen der gemeinsam betriebenen "European Medical School Oldenburg-Groningen" eine grenzüberschreitende Medizinerausbildung an. Obligatorisch ist ein einjähriger Studienaufenthalt der Oldenburger Studenten in Groningen.

Weitere Informationen

Thümler sieht Zukunft für Modellstudiengang Medizin

Wissenschaftsminister Thümler hält den Modellstudiengang Medizin in Oldenburg für zukunftsfähig - und hat nun erstmals gesagt, wie viel Geld das Land dauerhaft dafür ausgeben will. (23.10.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 15.07.2019 | 18:00 Uhr