Stand: 24.09.2020 21:07 Uhr

Lies fordert mehr "Windenergie statt Ausbauflaute"

Aus erhöhter Perspektive sieht man über Felder auf denen Windräder stehen. © NDR
Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien - Windkraft wird eine entscheidende Rolle spielen. (Themenbild)

Die Bundesregierung möchte den Ausbau von Ökostrom voranbringen. Bis zum Jahr 2030 sollen 65 Prozent des Stroms in Deutschland durch Windräder oder Solaranlagen produziert werden, so der Entwurf der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), der am Mittwoch auf den Weg gebracht wurde. Bis 2050 sollen es demnach 100 Prozent sein. Am Donnerstag hat sich Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) in Aurich für die niedersächsische Küstenregion stark gemacht. Ohne den Nordwesten als Schlüsselregion für erneuerbare Energie werde es keine Energiewende in Deutschland geben, sagte Lies.

Schneller Ausbau von Ökostrom und Windkraft

Lies hat am Mittag gemeinsam mit dem Energieunternehmen EWE, der Aloys-Wobben Stiftung und den Gewerkschaften IG Metall und ver.di, Kommunalpolitiker und Fachverbände im "Auricher Appell" gefordert, den Ausbau von Ökostrom und Windkraft in Niedersachsen zügig auszubauen. Der Zuwachs von Windenergie pro Jahr müsse bei fünf Gigawatt liegen. Zudem sollen veraltete Windkraftanlagen einfacher mit leistungsstärkerer Technologie ausgerüstet werden. Nötig sei "mehr Windenergie statt Ausbauflaute", so der Energieminister. "Wir wollen, dass die Blockaden - gerade in Berlin - endlich gelöst werden!"

Energieunternehmen beklagen Hürden

Vertreter des Energieunternehmens EWE kritisierten den Gesetzesentwurf aus Berlin. Dieser Kabinettsentwurf müsse noch nachgebessert werden, sagte Stefan Dohler, Vorstandschef der EWE. Die Bundesregierung setze den künftigen Stromverbrauch zu niedrig an. Bei der Modernisierung bestehender Windräder benötige man "deutlich straffere Genehmigungsverfahren", so Dohler. Nötig sei ein kräftiger Impuls, "um die genehmigungsrechtlichen Hürden zu beseitigen, die Onshore-Projekte ausbremsen oder verhindern", sagte Heiko Janssen, Vorstandsvorsitzender der Aloys-Wobben-Stiftung. Die Stiftung ist Eigner von Windenergie-Anlagenbauer Enercon. EWE und Enercon planen ein Gemeinschaftsunternehmen in der Windkraft. Die Gespräche darüber sollen noch 2020 abgeschlossen werden.

Weitere Informationen
Windräder mit dahinterliegendem Kohlekraftwerk © photocase.de Foto: birdys

Link zur Seite der Tagesschau über Ökostrom-Ausbau

Der Ausbau des Ökostromnetzes soll vorangetrieben werden. Die Regierung verabschiedet eine Reform des Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. extern

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 25.09.2020 | 06:30 Uhr

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