Ein Spaziergänger läuft am eingerüsteten Campener Leuchtturm vorbei. © dpa Foto: Sina Schuldt

Leuchtfeuer im Turm: Ostfriesisches Wahrzeichen bald saniert

Stand: 27.03.2021 13:07 Uhr

Die Sanierung des mehr als 130 Jahre alten Campener Leuchtturms in Ostfriesland, des höchsten Deutschlands, steckt in den letzten Zügen.

Zuletzt wurde der Leuchtturm 1992 saniert - nun soll die Generalüberholung samt frischem Anstrich in Rot und Weiß das Bauwerk mindestens für die nächsten 20 Jahre fit machen. An dem rund 65 Meter hohen Leuchtturm wird seit Sommer vergangenen Jahres gearbeitet. Das raue Nordseeklima, Sonne und Wind hatten die Farbe des Bauwerks arg in Mitleidenschaft gezogen. "Der Turm war in die Jahre gekommen", sagte Rainer-Jörg Oldewurtel vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ems-Nordsee in Emden.

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Kosten liegen bei 600.000 Euro

Nun wird der Leuchtturm von oben nach unten mit fünf neuen Farbschichten neu angestrichen. Da die neue Farbe bei nasskaltem Wetter nicht aufgetragen werden konnte, kam es im Winter zu einer Pause. Die Sanierung verzögerte sich, aber die Kosten sollen deswegen laut WSA nicht steigen. Sie liegen bei etwa 600.000 Euro. Für die Instandhaltung strahlten Arbeiter zunächst Etage für Etage die Farbe des Bauwerks ab. Einige Korrosionsschäden wurden dadurch sichtbar und ausgebessert.

Baugerüst soll im April verschwinden

Zwischen Mitte und Ende April soll das Baugerüst dann ganz verschwunden sein und den Blick auf das Krummhörner Wahrzeichen wieder freigeben. Bis wieder Touristen die 320 Stufen hinaufsteigen können, wird es aber wohl noch etwas dauern. Einen Öffnungstermin gibt es laut der Krummhörner Touristikgesellschaft wegen der Corona-Pandemie noch nicht.

Wichtige Funktion - auch als Leuchtfeuer

Das intakte Leuchtfeuer ist nicht nur ein Wahrzeichen, sondern auch weiterhin ein wichtiges Seezeichen. "Sein Licht strahlt auf die Außenems und zeigt den Schiffen den Fahrweg an", sagte Oldewurtel. Außerdem ist der Turm mit Geräten für den Richtfunk nach Borkum ausgerüstet.

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