Stand: 23.09.2020 06:46 Uhr

Leer: Gallipark soll wegen Corona abgesagt werden

Ein Karussel langzeitbelichtet. © picture alliance/chromorange Foto: CHROMORANGE / Dieter Möbus
Der Freizeitpark in Leer steht wegen der Corona-Zahlen vor dem Aus. (Themenbild)

Statt des traditionellen Gallimarktes sollte es in diesem Jahr in Leer ab dem 14. Oktober eigentlich einen kleinen eingezäunten Freizeitpark geben - so wie etwa in Oldenburg und Vechta. Doch wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen plant die Politik jetzt offenbar eine kurzfristige Kehrtwende. SPD, Linke und Grüne wollen den Gallipark nun doch noch komplett absagen. Der SPD-Fraktionschef im Rat der Stadt, Heinz Dieter Schmidt, hat dafür bereits eine Mehrheit für die Entscheidung im Verwaltungsausschuss in der kommenden Woche organisiert.

Schausteller sind verärgert

Wie NDR 1 Niedersachsen berichtet, sind die ostfriesischen Schausteller wütend über diese Pläne. Sie hatten schon Plakate in Auftrag gegeben und können nicht verstehen, dass andernorts die Gesundheitsämter grünes Licht für Freizeitparks geben, während in Leer die Lokalpolitik entscheidet. Noch vor drei Wochen hatte diese den Gallipark genehmigt.

Zahlreiche Einschränkungen waren geplant

Die Schausteller hatten zuvor zahlreiche viele Zugeständnisse gemacht. Anders als in den Freizeitparks in Oldenburg und Vechta war in Leer ein Alkoholverbot geplant. Außerdem sollten nur 1.000 Besucher gleichzeitig zugelassen werden und der Park abends schon früh schließen. Die steigenden Infektionszahlen als Absagegrund hält Schausteller-Sprecher Jonny Eden für einen Vorwand: Die SPD wolle der CDU-Bürgermeisterin nur eins auswischen, sagte er NDR 1 Niedersachsen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.09.2020 | 08:00 Uhr

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