Stand: 31.03.2020 07:34 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Laute Bahn-Arbeiten sorgen für Ärger in Oldenburg

Baufahrzeuge stehen neben einem Gleiskörper der Deutschen Bahn in Rastede (Kreis Ammerland), der sich im Um- und Ausbau befindendet. © dpa/lni Foto: Ingo Wagner
Bei den Bauarbeiten werden offenbar regelmäßig Lärm-Grenzwerte überschritten. (Archivbild)

Der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven sorgt für großen Ärger bei den Anwohnern. Grund dafür ist der Lärm bei den Bauarbeiten, denn dieser überschreitet offenbar regelmäßig Grenzwerte. Das geht aus einer internen Prognose der Deutschen Bahn hervor, die NDR1 Niedersachsen vorliegt. Demnach sind insgesamt 16.000 Gebäude mit geschätzten 70.000 Bewohnern in Oldenburg Tag und Nacht betroffen. Auch an den Wochenenden und in den Nächten vor Karfreitag und Ostersonntag soll gearbeitet werden.

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Laute Geräusche ab 3.30 Uhr

Es ist nicht nur das Dröhnen der gelben Gleisbau-Maschinen, das die Anwohner ertragen müssen. Besonders störend ist auch das durchdringende Signal, das die Bauarbeiter vor herannahenden Zügen warnt. Morgens um 3.30 Uhr fängt es an und geht bis spät in den Abend, klagen die Anwohner. Einer der Betroffenen sagte NDR 1 Niedersachsen, er habe von der Bahn zu hören bekommen, dass er ja im Hotel übernachten könne. Die Bahn war für eine Stellungnahme bislang nicht zu erreichen.

Bauarbeiten sehr kurzfristig angekündigt

Für Ärger sorgt zudem, dass die Anwohner nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen erst zwei Tage vor Beginn der Arbeiten informiert wurden. Eigentlich hätte dies mit vier Wochen Vorlauf erfolgen müssen. Einige haben sich bereits beim Eisenbahnbundesamt beschwert. Bislang war das allerdings wenig erfolgreich.

Arbeiten dauern bis Ende 2022

Die Arbeiten inklusive der Elektrifizierung der knapp 70 Kilometer langen Strecke von Oldenburg bis Wilhelmshaven sollen bis Ende 2022 abgeschlossen werden. Der Ausbau, um den es ein jahrelanges Ringen gegeben hatte, dient der besseren Anbindung des JadeWeserPorts. Insgesamt werden 1,1 Milliarden Euro investiert.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 30.03.2020 | 11:00 Uhr

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