Stand: 15.09.2020 20:52 Uhr

Land gibt 40 Millionen für Uni-Medizin in Oldenburg

von Regine Schramm
Die European Medical School in Oldenburg. © Picture Alliance Foto: Hauke-Christian Dittrich
Warmer Regen für die European Medical Schol in Oldenburg: Wissenschaftsminister Björn Thümler stellt 40 Millionen Euro aus seinem Etat für einen Neubau bereit. (Themenbild)

Die European Medical School (EMS) der Universität Oldenburg erhält für ein neues Forschungsgebäude 40 Millionen Euro. Das teilte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) im Rahmen eines parlamentarischen Abends in Hannover mit. Das Geld stamme aus dem Etat seines Ministeriums. Es könne damit ein erster Bauabschnitt in Oldenburg realisiert werden, sagte Thümler dem NDR am Rande der Veranstaltung. Es sei ein Anfang.

Keine Mittel vom Land vorgesehen

Anfang Juli war der Schock bei vielen im Nordwesten groß gewesen, als bekannt wurde, dass im Haushaltsentwurf der Landesregierung keine Mittel für einen geplanten Neubau der Oldenburger Universitätsmedizin eingestellt worden waren. Mit 80 Millionen Euro hatte die Universität für den Anfang gerechnet. Die Gesamtkosten für ein neues Forschungs- und Lehrgebäude waren auf 142 Millionen Euro geschätzt worden. Auch der Ärzteverband Marburger Bund hatte die Entscheidung der Landesregierung, gar keine Mittel einzuplanen, kritisiert und gefordert, das notwendige Geld für einen Neubau bereitzustellen.

Kooperation mit Kliniken Praxen und Groningen

Den Studiengang Humanmedizin gibt es an der Universität Oldenburg seit dem Wintersemester 2012/13. Inzwischen können pro Jahr 80 Studierende aufgenommen werden. Die Fakultät kooperiert bei Forschung und Lehre mit der Universität und dem Universitätsklinikum Groningen (Niederlande). Außerdem werden die Studierenden in 160 Lehrarztpraxen im Nordwesten und vier Krankenhäusern in Oldenburg ausgebildet. Das mache die European Medical School einzigartig in Europa, sagte Landtags-Vizepräsidentin Meta Janssen-Kucz (Grüne) beim parlamentarischen Abend in Hannover. Der Studiengang in Oldenburg sei wichtig, um dem Ärztemangel in der Region wirkungsvoll zu begegnen.

Thümler: 40 Millionen können nur Anfang sein

Wissenschaftsminister Thümler sagte weiter, dass die 40 Millionen, die er durch Umschichtung in seinem Etat erwirtschaftet habe, nur ein Anfang sein können. Es sei weiterhin geplant, für die European Medical School ein Labor- und Forschungsgebäude für insgesamt rund 140 Millionen Euro zu bauen. Er hoffe, dass die Landesregierung die notwendigen Mittel im Haushalt noch bis Ende des Jahres zur Verfügung stellen werde, sagte er im Interview mit dem NDR Regionalmagazin Hallo Niedersachsen. Wann der Bau beginnt, stehe noch nicht fest.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 15.09.2020 | 17:00 Uhr

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