Stand: 09.09.2019 19:15 Uhr

Kran soll gesunkene "Seute Deern" erleichtern

Im Bremerhavener Museumshafen hat ein Kran mit vorbereitenden Arbeiten begonnen, um das gesunkene Museumsschiff "Seute Deern" zu heben.

Seit Ende August liegt der historische Dreimaster "Seute Deern" im Museumshafen in Bremerhaven auf Grund. Nun wird die Bergung des Schiffes vorbereitet: Am Montag hat ein Kran mit entsprechenden Vorarbeiten begonnen. Der Ponton mit dem Kran an Bord ankerte am Montag neben dem Schiff. Mit dem Spezialgerät sollen aus der Takelage die tonnenschweren Rahen - das sind die Querstangen am Mast - abgenommen werden. "Ziel ist, so viel Gewicht wie möglich aus dem Mastenbereich des Schiffs zu nehmen", sagte Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM). So soll verhindert werden, dass das Schiff während der Bergung kentert.

Mit Luft an die Oberfläche

Das Entfernen der Rahen werde voraussichtlich mehrere Tage dauern, sagte der DSM-Projektleiter am Montag. Sobald das Gewicht aus dem Mastenbereich abtransportiert ist, sollen Taucher Taue aus Stahlseil zum Schiffsrumpf bringen. Dann soll der Rumpf mit etwa 40 luftgefüllten Hebesäcken gehoben werden. Die gesamte Bergung soll etwa 20 Tage dauern, hieß es.

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"Seute Deern" soll geborgen werden

04.09.2019 19:30 Uhr
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Der marode Traditionssegler "Seute Deern" sitzt auf Grund des Alten Hafens in Bremerhaven. Für rund 1,1 Millionen Euro soll der Dreimaster nun geborgen werden. Video (02:55 min)

Bergung für 1,1 Millionen Euro

Die 100 Jahre alte "Seute Deern" war Ende August nach einem Wassereinbruch gesunken. Das 100 Jahre alte Schiff soll für 1,1 Millionen Euro geborgen werden, wie der Lenkungsausschuss des Deutschen Schifffahrtsmuseums mitteilte. Das Geld soll zu 90 Prozent vom Land Bremen kommen, 10 Prozent werde die Stadt Bremerhaven tragen, hieß es.

Millionenschwere Sanierung geplant

Erfahrungswerte für die Bergung des Schiffes gebe es kaum, so Kröger weiter. "Es gibt in Europa noch fünf vergleichbare Schiffe in dieser Größe mit einem Holzrumpf. Sie sind aber schon seit Jahrzehnten in einem Trockendock." Nach der Bergung soll dann ein Sanierungsplan erarbeitet werden. Kröger zufolge haben Bund, Land und Kommune insgesamt 34 Millionen Euro in Aussicht gestellt.


07.09.2019 18:46 Uhr

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrags stand, dass die "Seute Deern" seit mehreren Wochen auf dem Grund des Hafenbeckens liege. Richtig ist: Sie sank in der Nacht zum 31. August.

 

Weitere Informationen

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Die Bergung des havarierten Traditionsseglers "Seute Deern" rückt näher. Derweil ist ein Streit um die Kosten für den Einsatz in Bremerhaven entbrannt. (05.09.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 09.09.2019 | 17:30 Uhr

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