Stand: 25.02.2018 14:56 Uhr

Krabben sollen wieder in Greetsiel gepult werden

Bislang haben Nordseekrabben eine lange Reise hinter sich, bevor sie vom Verbraucher verzehrt werden können. Der Grund: Die kleinen Meerestierchen werden aus Kostengründen in der Regel in Marokko gepult, um dann Wochen später in Deutschland verkauft zu werden. Drei ostfriesische Fischer aus Norddeich und Greetsiel wollen das ändern. Ihr Plan ist es, unter dem Namen "Wattenmeerkrabbe" nachhaltig gefangene Krabben anzubieten, die allesamt in Greetsiel per Hand gepult werden.

Premium-Produkt für den Feinkostladen

"Die Krabbe soll ein Premium-Produkt werden", sagte die Sprecherin der Erzeugergemeinschaft, Nicole Knapstein, gegenüber NDR 1 Niedersachsen. Die Tiere sollen direkt vermarktet und in erster Linie in Feinkostläden verkauft werden. Die Käufer müssen für die bessere Umweltverträglichkeit allerdings deutlich tiefer in die Tasche greifen. Rund sechs Euro mehr pro gepultem Kilo soll die Wattenmeerkrabbe kosten. Profiteure von einer guten Nachfrage wären auch die Fischer, die sich einen höheren Kilopreis erhoffen: möglich sollen dann bis zu einem Euro pro Kilo Fang sein.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.02.2018 | 10:00 Uhr

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