Stand: 01.09.2016 18:01 Uhr

Klein, aber fein: Oldenburg jetzt auch in Leer

von Oliver Gressieker

In Oldenburg und Bad Zwischenahn hat in den vergangenen Tagen Hochbetrieb geherrscht. An zahlreichen Stellen wurden Gebäude errichtet, Straßen gebaut und Schienen verlegt. Angst vor Verkehrsbehinderungen musste deshalb allerdings niemand haben, denn die Bauarbeiten spielten sich nicht im realen Leben ab, sondern in der neuen Halle des Miniaturlandes in Leer. Seit Anfang August wurden in dem 1.600 Quadratmeter großen Erweiterungsbau Miniaturausgaben der beiden Städte im Maßstab 1:87 aufgebaut. Seit Donnerstag können Besucher neben der bestehenden Ausstellung auch die neue Anlage besichtigen.

Elektronik lässt Züge und Autos fahren

Vorher aber gab es eine Menge zu tun. Rund zwei Dutzend Modellbauer, Elektriker, Tischler und Innenarchitekten arbeiteten an der Fertigstellung des komplexen Gebildes, das seit Anfang des Jahres in einer Halle im benachbarten Hesel entworfen wurde. Sie sorgten dafür, dass alle Sehenswürdigkeiten an der richtigen Stelle stehen und die Übergänge zwischen den einzelnen Blöcken nicht zu sehen sind. "Viel Arbeit", wie Modellbauer Wilfried Goosmann im Gespräch mit NDR.de sagte. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Elektronik, die es ermöglicht, dass die Besucher per Knopfdruck Züge und Autos fahren lassen können. "Das ist ein sehr kompliziertes System, bei dem Millimeterarbeit gefragt ist", so Goosmann.

Ein Meer aus Kunststoff

Details wie das Wasser am Zwischenahner Meer verschlangen zahlreiche Arbeitsstunden: "Die Wasseroberfläche besteht aus einem speziellen blauen Kunststoff, den wir exakt zurechtschneiden", erklärte Goosmann. Vor dem Einsetzen habe allerdings noch eine spezielle Technik eingebaut werden müssen, denn auf dem See fährt eine Fähre, die von einem Kettensystem und Magneten angetrieben wird.

Das Miniaturland wächst weiter

Insgesamt 4,3 Millionen Euro hat der Betreiber des Miniaturlands, Wolfgang Teske, in den Ausbau der Anlage investiert. "Nach mehr als fünf Jahren müssen wir unseren Gästen einfach mal was Neues bieten", sagte er gegenüber NDR.de. "Und gerade in Oldenburg ist das Besucherpotenzial sehr groß." Abgeschlossen wird die Erweiterung mit dem Bau von Bad Zwischenahn und Oldenburg aber noch lange nicht sein. In den nächsten Jahren sollen Miniaturausgaben von zahlreichen weiteren Orten wie zum Beispiel Westerstede, Wilhelmshaven, Friesoythe und den östlichen Ostfriesischen Inseln folgen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 01.09.2016 | 10:00 Uhr

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