Ein Anzeige der Bahn mit dem Hinweis: "Zug fällt aus".

Kampfmittelsuche: Bahn sperrt Strecke Achim-Bremen

Stand: 25.06.2021 21:31 Uhr

Bei Arbeiten an einer Bahnstrecke in Bremen-Sebaldsbrück wurden an mehreren Stellen mutmaßliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Das hat drastische Folgen für den Bahnverkehr.

Für eine Woche wird der Streckenabschnitt zwischen dem Bremer Hauptbahnhof und Achim komplett gesperrt. Die Sperrung beginnt am Freitag um 23 Uhr, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Eine Woche später, am Freitag, 2. Juli, soll die Strecke voraussichtlich wieder freigegeben werden.

Mehr als 300 Zugverbindungen betroffen

Betroffen sind mehr als 300 Zugverbindungen. Überregional fahrende Züge, etwa von Hannover nach Emden, Wilhelmshaven oder Bremerhaven, sollen umgeleitet werden. Dabei sind Verzögerungen von 30 Minuten möglich. Die Bahn hat den Ersatzfahrplan und Infos für Reisende auf der Internetseite des Unternehmens veröffentlicht. Jeder Reisende solle mehr Zeit einplanen, sagte eine Bahnsprecherin dem NDR in Niedersachsen. Sie empfahl zudem, dass jeder, der nicht zwingend fahren muss, ab Freitag auf Reisen zwischen Hannover und Bremen verzichten solle.

Schienenersatzverkehr bei der Nordwestbahn

Im regionalen Bahnverkehr sollen zudem Busse als Schienenersatzverkehr genutzt werden. Dies plant etwa die Nordwestbahn auf der Strecke zwischen Bremen Hauptbahnhof und Verden (Aller). Pendler müssten mit mehr als 60 Minuten Verzögerungen für die Verbindung RS1 rechnen, teilte die Eisenbahngesellschaft mit.

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Bahndamm wird abgetragen

Die Verdachtsfälle waren laut Deutscher Bahn bei Vorarbeiten für eine Sanierung der Eisenbahnüberführung an der Sebaldsbrücker Heerstraße in Bremen aufgefallen. Die bei Bodenuntersuchungen entdeckten Auffälligkeiten im Bahndamm müssten nun zwingend näher untersucht werden, teilte das Unternehmen mit. Für die Bahn ist das eine logistische Herausforderung, wie der NDR in Niedersachsen berichtet. Sie muss die Oberleitungen abnehmen und den Bahndamm auf einer Länge von rund 30 Metern und einer Tiefe bis etwa fünf Metern abtragen lassen. Die Arbeiten sollen rund um die Uhr erfolgen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 25.06.2021 | 06:30 Uhr

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