Stand: 06.02.2018 14:32 Uhr

KKU-Rückbau soll noch im Februar beginnen

Die Tage des Kernkraftwerks Unterweser (KKU) im Landkreis Wesermarsch sind gezählt: Noch in diesem Monat will Kraftwerkbetreiber PreussenElektra mit dem Abbau des im Jahr 2011 abgeschalteten Reaktors beginnen. Die dafür noch ausstehende Genehmigung sei von Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) erteilt worden, teilte die E.on-Konzerntochter am Dienstag mit.

Gigantische Dimensionen

Die Dimensionen des Rückbaus, den der Betreiber auf eine Zeitspanne von 13 Jahren schätzt, sind gigantisch: Nach Berechnungen von PreussenElektra müssen insgesamt 675.000 Tonnen Abbruchmaterialentsorgt werden - davon rund 482.000 Tonnen Beton, Kabel und Stahl aus dem konventionellen Teil. Die Gesamtmasse des nuklearen Kontrollbereichs mit dem Reaktorgebäude und dem Hilfsanlagengebäude beträgt 193.000 Tonnen. Rund 90 Prozent davon sind Gebäudeteile, die nach Angaben des Betreibers uneingeschränkt freigegeben und dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden können.

305 Milliarden Kilowattstunden Strom

Das Kernkraftwerk Unterweser war von 1978 bis 2011 in Betrieb. Es wurde nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima abgeschaltet. Bis dahin erzeugte das Kernkraftwerk 305 Milliarden Kilowattstunden Strom - mehr als jede andere Einzelblockanlage weltweit. Derzeit sind an dem Standort bei Esenshamm (Landkreis Wesermarsch) rund 180 Mitarbeiter beschäftigt.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 06.02.2018 | 14:00 Uhr

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