Stand: 23.04.2018 11:51 Uhr

Jäger soll Greifvögel vergiftet haben

Die Polizei ermittelt gegen einen Jäger, der für den Tod von neun Greifvögeln in Cappeln im Landkreis Cloppenburg verantwortlich sein soll. Bei Durchsuchungen seien erdrückende Beweise gefunden worden, teilte die Polizei mit. "Wir haben flüssige Substanzen, die nach Gift aussahen, entdeckt." Nun soll untersucht werden, ob das sichergestellte mutmaßliche Gift dasselbe war, das für die ausgelegten Köder verwendet wurde.

Tierkadaver waren mit Gift bestrichen

Vor gut einer Woche hatten die Polizei und Naturschützer in einem rund fünf Hektar großen Waldstück die toten Vögel entdeckt - darunter sieben Mäusebussarde, zwei Habichte sowie mehrere Rabenkrähen. Bei den Ködern handelte es sich um zahlreiche mit Gift bestrichene tote Ringeltauben, Hühnereier mit Injektionslöchern sowie präparierte Tauben-, Fasanen-, Enten- und Hasen-Kadaver.

Keine Unterstützung von Jägerschaft

Die örtliche Jägerschaft distanziert sich von den Taten und unterstützt die Forderung des Naturschutzbundes nach einer empfindlichen Strafe und einem Jagdverbot für den Verdächtigen, sollt sich der Verdacht bestätigen. Laut Polizei ist der Jäger Mitglied des Hegerings Cappeln. Hegering-Leiter Stephan Eilers sagte der "Oldenburgischen Volkszeitung", der Mann könne auf keine Unterstützung vom Verband hoffen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 23.04.2018 | 14:30 Uhr

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