Feuerwerksraketen liegen auf einer weißen Fläche. © fotolia Foto: Malte Reiter

Hersteller Comet fürchtet Feuerwerksverbot an Silvester

Stand: 19.11.2020 14:34 Uhr

Die Debatte um ein mögliches Verbot von Silvester-Feuerwerk, vielleicht sogar in ganz Deutschland, macht dem Bremerhavener Hersteller Comet zu schaffen. Das wäre ein Totalausfall, heißt es.

95 Prozent seines Umsatzes nehme Comet in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester ein, sagte ein Sprecher zu NDR 1 Niedersachsen. Die jährlichen Einnahmen lägen bei rund 65 Millionen Euro. Die Politik müsse bei ihren Entscheidungen Maß und Mitte bewahren, so der Sprecher weiter. Die Menschen könnten schließlich auch im Familienkreis zu Hause böllern.

Vorbereitungen fürs Silvester-Geschäft laufen seit Monaten

Seit September packen 200 Comet-Mitarbeiter im Zwei-Schicht-Betrieb die Ware für den Handel. Das Unternehmen habe keine andere Wahl, als sich auf ein normales Silvestergeschäft vorzubereiten, sagte der Sprecher. In den USA und der Schweiz sei an Nationalfeiertagen sogar mehr geböllert worden als in den Vorjahren - trotz der Corona-Pandemie.

Viele Stimmen zu Feuerwerksverbot, noch nichts Konkretes

Ein Gegenbeispiel sind die Niederlande, die bereits ein Böllerverbot für den Jahreswechsel erlassen haben. In Deutschland haben sich bislang Politiker verschiedener Parteien, Polizei und Verbände zu der Idee geäußert. Konkrete Empfehlungen des Bundes gibt es noch nicht. Die Deutsche Umwelthilfe etwa warnt, dass Tausende Notfälle wegen Verletzungen eine zusätzliche Belastung für Kliniken in der Pandemie seien. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund ist ebenfalls für den Verzicht auf Böllern an Silvester, um die Infektionsgefahr so gering wie möglich zu halten. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dagegen sagte, "Feuerwerk muss Silvester trotz Corona möglich sein" - unter Einhaltung der Hygieneregeln.

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