Havarierter Frachter nur noch wenige Kilometer vor Helgoland

Stand: 09.02.2021 07:56 Uhr

Der vor Juist havarierte Frachter "Peak Bilbao" hat am Dienstagmorgen Helgoland fast erreicht. Nach Angaben des Havariekommandos soll der Schlepper "Bugsier 10" das Schiff in den Insel-Hafen bringen.

Die Verbindung zum Notschlepper "Nordic" sei stabil und erlaube eine langsame Fahrt, teilte das Havariekommando am Montagabend mit. Ein aktives Schleppen ist wegen der Windverhältnisse nur bedingt möglich. In dem Seegebiet vor Helgoland ist es etwas windgeschützter - dennoch sind die Wellen immer noch bis zu drei Meter hoch. Es gehe um ein kontrolliertes Driften, sagte eine Sprecherin des Havariekommandos.

Entweder nach Cuxhaven oder Eemshaven

Die "Bugsier 10" soll im Anschluss die mit Gipskarton-Platten beladene "Peak Bilbao" in einen sicheren Hafen schleppen. Das wird nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen entweder Cuxhaven oder das niederländische Eemshaven sein - die Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.

Besatzung geht es gut

Der 90 Meter lange, unter niederländischer Flagge fahrende Stückgutfrachter "Peak Bilbao" war am Sonntagnachmittag etwa 20 Kilometer vor Juist aufgrund eines Maschinenschadens in Seenot geraten. Er war unterwegs auf dem Weg von Polen nach England. Der achtköpfigen Besatzung gehe es gut, teilte das Havariekommando mit.

Erste Notschleppverbindung reißt

Wie enorm die auf See herrschenden Kräfte sind, zeigt ein Vorfall am Montagmorgen - als die etwa faustdicke Verbindung zwischen Notschlepper und "Peak Bilbao" unter dem Dauerdruck der Wellen riss und ersetzt werden musste. Ein Sprecher des Havariekommandos betonte, dass die Lage jederzeit unter Kontrolle gewesen sei.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 09.02.2021 | 07:30 Uhr

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